1. Polyamorie 02


    Datum: 01.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat

    ... verstehe genau, was du meinst, mein Engel! Mir geht es genauso. Schön, dass du das Gleiche fühlst."
    
    Sie zog mich noch etwas weiter zu sich und küsste mich auf die Wange.
    
    „Wollen wir es ihr sagen?", fragte sie zurück.
    
    „Unbedingt!", zwinkerte ich ihr zu.
    
    „Was habt ihr zwei denn da zu flüstern?", wollte Lena auf dem Weg in die Küche wissen.
    
    „Wir haben ein Geständnis zu machen!", fing ich an.
    
    „Habt ihr etwa auch genascht?", fragte Yasi, die bereits am weihnachtlich gedeckten Tisch saß.
    
    „Nein, das haben wir nicht, aber wir haben erkannt, das wir beide etwas gemein haben", fuhr ich fort und schob Lisa vor. Ich konnte mir denken, wie aufgeregt sie war, ihre Gefühle in Worte zu fassen. Beruhigend legte ich meine Hände auf ihre Schultern.
    
    „Ich ... weiß jetzt, dass ich schon lange in Papa verliebt bin." Sie atmete tief ein, schaute zurück. „Nicht erst seit Mama tot ist." Sie nahm meine Hand von ihrer Schulter und meinte: „Danke Paps, das schaffe ich jetzt allein." Beherzt ging sie auf Lena zu. „Mit dir ist es genauso. Wir kennen uns so lange, dass es mir am Anfang nicht aufgefallen ist, aber jetzt weiß ich es: Ich liebe dich!"
    
    Lisa hielt zwischen beiden Händen Lenas Kopf und gab ihr einen herzhaften Kuss auf die Lippen.
    
    Dann schaute sie zu Yasi. Ich spürte regelrecht, wie Lisas Herz schneller schlug.
    
    Scheu drehte sie ihren Kopf zu mir, ich nickte ihr aufmunternd zu. Daraufhin fasste sie allen Mut, atmete erneut tief ein, ging neben Yasi in die Hocke ...
    ... und griff ihre Hand.
    
    Yasi schaute abwechselnd zu mir und Lena, bevor ihr Blick wieder Lisa traf. Auch Yasi schien aufgeregt zu sein.
    
    „Glaube mir Yasi, was ich jetzt sage, habe ich noch nie so zu jemanden gesagt, den ich nicht schon ewig kenne." Lisa legte eine Pause ein. Sie schluckte und sagte dann: „Wenn du bei mir bist habe ich Schmetterlinge im Bauch und ich fühle mich so anders .... So ... warm und ... glücklich. Ich habe mich in dich verliebt!" Lisa sah auf. „Ich liebe dich, Yasi!"
    
    Diesmal legte Yasi die Hände an Lisas Wangen und beugte sich, um ihr einen Kuss zu geben. Dann grub sie Lisas Kopf in den Armen und drückte sie an sich. „Mir geht es auch so. Ich bin total verknallt in dich. Und in dich auch", Yasi stand auf, eilte zu mir und fiel mir um den Hals.
    
    „Na toll, und was ist mit mir? Wer liebt mich?", fragte Lena mit einem Schmollmund. Wir lachten alle los. Zuerst taten wir, als ob wir sie bedauerten. Bis ich sagte: „Na wir! WIR alle lieben dich, Lena!" Dann umringten wir sie und gaben ihr abwechselnd Küsse.
    
    „Lena, ich liebe dich doch schon immer. Daran wird sich nie was ändern", gestand Yasi.
    
    „Und ich liebe dich auch. Erst durch dich habe ich gemerkt, wie sehr ich Papa liebe, eigentlich schon immer geliebt habe.", erklärte Lisa.
    
    „Ich liebe dich, weil unser Leben nicht so wäre wie heute. Du bringst Feuer in unsere Beziehung. Nicht nur zwischen uns beiden sondern für uns alle in dieser kleinen, neuen Familie. Ich bin verrückt nach dir!", ergänzte ...
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