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Polyamorie 02
Datum: 01.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat
... Sofort korrigierte ich mich. „Ich liebe euch!" „Mit dem Kind ist alles in Ordnung", unterbrach uns der Arzt. „Sie sollten sich aber nicht überanstrengen oder aufregen. Ich gebe ihnen ein leichtes Beruhigungsmittel mit. Das ist homöopathisch, also ungefährlich für das Kind. Machen sie sich ein schönes Weihnachtsfest. Wenn es Probleme gibt, kommen sie wieder." Er reichte mir eine Packung mit dem Medikament. „Haben sie sonst noch Fragen?" Yasi war schon dabei sich anzuziehen. Die Gewissheit, dem Kind gehe es gut, war beruhigend. Mit einem Stoßseufzer antwortete sie: „Nein, alles klar. Danke!" „Ähm, aber ich habe da noch ein paar Fragen. Wenn sie noch kurz Zeit haben", sagte ich vage und druckste herum, bis Yasi fertig angezogen war. „Ich gehe schon mal raus", meinte sie, griff ihre Stiefel und verließ den Raum, um sich auf den Flur zu Lisa und Lena zu setzen. „Doktor, ich habe Angst, wenn ich mit ihr Sex habe, dass ich etwas auslöse oder ihr wehtue." „Kein Problem. In diesem Stadium der Schwangerschaft können sie normalerweise Geschlechtsverkehr haben. Nicht heftig, also sanfter Sex ist okay. Aber das Wichtigste, ihre Frau muss sich dabei wohlfühlen, dann ist das auch gut fürs Baby. Stress und Aufregung schlägt sich auf den Fötus nieder, wie auch Entspannung und Gelassenheit. Sorgen sie dafür, dass sie sich wohlfühlt. Das kann bei einem besinnlichen Weihnachtsfest sein, einem Spaziergang oder auch beim Sex. Verwöhnen sie ihre Frau. Gehen sie auf ihre Wünsche ...
... ein. Geben sie ihr, was sie braucht. Tun sie alles, wie sie es möchte. Dann ist sie entspannt und glücklich." „Das klingt ja wie das Geheimnis einer langen Ehe." „Oh, das ist es. Ich bin seit 40 Jahren verheiratet. Wenn meine Frauen glücklich sind, bin ich es auch." Ich stutzte. Hatte er eben von Frauen gesprochen?! Mein zweifelnder Blick musste mich verraten haben: „Ich komme aus Nigeria, Ich habe vier Frauen. Meine jüngste ist 18, die älteste 56 Jahre." Stolz lächelte er mich an. „Meine jüngste Frau ist jünger als mein ältestes Enkelkind." „Wow, das finde ich klasse. Und sie leben alle zusammen?" „Ja, zusammen mit unseren 12 Enkeln." „Das muss ja ein großes Haus sein." -- ‚Ganz zu schweigen von den Betten' fügte ich gedanklich hinzu. „Ist ein alter Bauernhof. Da gibt es mehrere Gebäude. Wir haben es für uns umgebaut." „Hört sich gut an. Danke Dok." Wir schüttelten uns die Hand. „Ich werde ihren Rat befolgen." „Wenn sie weitere Fragen haben, rufen sie hier im Krankenhaus an. Ich habe über Weihnachten Dienst." Nicht nur ich war erleichtert, als ich hinausging. Auch meine drei Geliebten waren beruhigt, dass mit Yasi und dem Baby alles in Ordnung war. Als wir zurückfuhren, kreisten meine Gedanken weiter um den polygamen Arzt aus Nigeria. Auf der Rückbank scherzten Lisa, Lena und Yasi schon wieder herum. An den Anruf dachte in dem Moment niemand mehr. * * * Zu Hause legte sich Yasi aufs Sofa. Ich leistete ihr Gesellschaft, während sich ...