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Feuer und Wasser
Datum: 30.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... direkt in die Augen. Sie hielt einen Moment still, dann machte sie weiter. Als sie bezahlt hatte, Jürgen lies sie keinen Augenblick aus den Augen, stellt sie sich an den Packtisch und begann die Kartonagen ihrer Einkäufe zu entfernen. Jürgen betrachtete ihre Rückseite, die sexy Beine und den apfelförmigen Popo, den die Jeans, die sie heute anhatte, besonders betonte. Dann war sie fertig, aber sie ging noch nicht. Sie lehnte sich mit dem Rücken an den Tisch und schaute ihm in die Augen. Mit unbewegtem Gesicht und ohne eine Miene zu verziehen. Jürgen versuchte zu erraten, an was sie dachte, aber er tappte völlig im Dunkeln. Er schaute sie nur an und versuchte sich jede Einzelheit ihres Gesichtes einzuprägen. Ja, sie war schön, wunderschön. Ihre großen braunen Augen zogen seinen Blick wie magisch an und selbst wenn er gewollt hätte, er hätte sich diesen Augen nicht entziehen können. Wie lange sie sich angestarrt hatten konnte er nicht sagen, aber jäh ging ein leichter Ruck durch Elvira und es schien, als würde sie aus einem Traum erwachen. Sie schüttelte leicht ihren Kopf, dann nickte sie ihm zu und verließ den Markt. Jürgen saß wie erstarrt da. Wilde Gedanken rasten durch seinen Kopf. Sie hatte ihn angeschaut, neutral zwar, aber ohne Hass und Abneigung und sie hatte ihm zugenickt. Das war unendlich mehr, als er erwartet hatte. Scheinbar war er schon mit Kleinigkeiten zufrieden, auch wenn sie nur einen minimalen Fortschritt darstellten. Er ging an den ...
... Tresen und bestellte sich noch einen großen Kaffee. Carina redete mit ihm, fragte ihn etwas, aber Jürgen bekam nichts davon mit. Er bezahlte, nahm den Kaffee und ging wie in Trance an seinen Platz zurück. Carina schaute ihm kopfschüttelnd nach. War der heute komisch. Was war dem denn über die Leber gelaufen? Sie hatte nicht registriert, dass Elvira einkaufen war und hatte die Blicke zwischen den Beiden nicht bemerkt. Jürgen lehnte sich auf seiner Bank an die Lehne, hatte die Augen geschlossen und eine große Ruhe und Zufriedenheit hatte ihn erfasst. Eins war ihm eben klar geworden; er würde diesen Roman schreiben und Elvira, oder eine Frau, die ihr im Charakter oder Aussehen sehr ähnlich wäre, würde darin die Hauptrolle verkörpern. Aber nebenbei musste er an seiner Serie weiterschreiben und das Konzept für die neue „Revolverheldin" durfte er auch noch erstellen. Aber nicht mehr heute. Auf keinen Fall. Dafür brummte ihm zu sehr der Kopf und zu viele verworrene Gedanken verwirrten ihn. Sollte er noch bei Arne vorbeischauen und ihn um seinen Rat fragen? Nein, das musste bis morgen warten. * Nach einer unruhigen Nacht, in der er kaum Schlaf fand und ab 4 Uhr morgens nicht mehr in seinem Bett liegen konnte, stand Jürgen auf und frühstückte noch bevor er seine Morgenrunde begann. Diesmal zog er sich aber seinen Trainingsanzug und die Laufschuhe an. Er wollte sich einen klaren Kopf laufen und das ging nicht mit Spazierengehen. Es musste Kraft kosten und es ...