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Feuer und Wasser
Datum: 30.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... der schönen Gärtnerin. Erstaunt, dass sie ihn wahrgenommen hatte, erwiderte er den Gruß, da fuhr sie auch schon fort: „Ich habe Sie ja lange nicht mehr gesehen, waren Sie verreist? Ich habe Sie schon richtig vermisst." Er lachte. „Nein, ich habe gearbeitet und momentan gibt es viel zu tun. Und Sie arbeiten auch am Samstag?" „Ja, Blumen für die Gemeinde einpflanzen. Bei ihnen gegenüber bei der Bank kommt auch noch ein Pflanzentrog hin, aber erst nächste Woche. Heute machen wir zwei große Tröge vor das Rathaus hin, um die die Autofahrer herumfahren müssen. Dort wird nämlich immer viel zu schnell gefahren und die Schule und der Kindergarten sind ganz in der Nähe. Also bremsen wir sie so ein." Sie verstummte, als wäre es ihr peinlich, dass sie so viel geredet hatte. Und woher wusste sie, wo er wohnte? Merkwürdig. Jürgen drückte ihre Hand und lächelte sie an. „Dann wünsche ich Ihnen noch ein kreatives Schaffen und ein wunderschönes Wochenende . . . und vielen Dank für ihre Nachfrage." Die junge Frau, von der er nicht einmal den Namen wusste, errötete und eilte davon. Er sah ihr ein wenig verträumt nach. Sie war hübsch, freundlich, nett und kein Vergleich zu Elvira. Leider. Als er das Café betrat, verschwand Carina gerade nach hinten, wo die Backautomaten standen. Maria, die „Grande Dame" der Bäckerei, begrüßte ihn und fragte ihn nach seinen Wünschen. „Einen großen Kaffee, ein großes Wasser und ein normales Frühstück, bitte." Maria hob eine ...
... Augenbraue. „Frühstück? Bei uns? Ist ja was ganz Neues." „Ich war zu bequem, zuhause alleine zu essen, also habe ich mir gedacht, such dir eine nette Gesellschaft und genieße da dein Frühstück. Also bin ich hier." „Nun gut, sehr gerne. Carina, bitte einmal Frühstück für Herrn Reissner." „Ich hab zu tun", schallte es von hinten. „Soll Christina machen." Maria schaute verdutzt, aber als sie etwas sagen wollte, schüttelte Jürgen den Kopf. „Ist schon in Ordnung, dann eben Christina." Maria schaute ihn fragend an, dann hellte sich ihre Miene auf und ein kleines Lächeln ging über ihr Gesicht. „Leuenberger, wie?" „Wer oder was bitte ist ein Leuenberger?", fragte er verdutzt. Maria grinste ihn jetzt richtig breit an. „D i e Leuenberger, die Juniorchefin von der Gärtnerei. Andrea Leuenberger." Jetzt wußte er wenigstens den Namen der flotten Gärtnerin. Maria drehte ihren Kopf. „Ist da vielleicht wer eifersüchtig?" fragte sie so laut, dass man es auch hinten in der Backstube hören konnte. „Blöde Kuh", kam postwendend die Antwort und Jürgen und Maria amüsierten sich wegen dieser Reaktion. Maria winkte ihn mit ihrem Finger näher zu sich. "Sie sollten sie mal sehen, was sie für einen Aufstand macht, wenn sie Sie kommen sieht, Herr Reissner. Dann verschwindet sie wie der Blitz in die Backstube vor den Spiegel, richtet sich ihre Haare, schaut ob das Make-Up auch gut aussieht und lässt dafür alles andere stehen und liegen. Und dann drängelt sie sich ...