-
Feuer und Wasser
Datum: 30.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... wohlfühle." „Und dann komme ich und versaue alles!", meinte Elvira voll Bitterkeit. „Nein", meinte Jürgen bestimmt, „nein, du hast es nicht versaut, es war nur ein bisschen umständlicher und hat länger gedauert. Nennen wir es einfach einen holperigen Anfang. Aber es hat sich gelohnt. Alleine schon dass du hier bist ist mehr, als ich mir jemals erhofft habe. Warum bist du denn schon wieder zurück? Du warst doch mit deiner Tochter in den Ferien, wie ich von Arne erfahren habe?" Elvira blickte zu Boden und wurde sehr verlegen. Dann setzte sie sich gerade hin und schaute Jürgen an. „Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten. Ich wollte wieder heim. Ich wollte dich wiedersehen. Du hast jeden Morgen auf mich gewartet, du warst immer im Markt, wenn ich zum Einkaufen kam und auch wenn ich dich bei Arne beleidigt habe, ist nie ein böses Wort mir gegenüber von deiner Seite gekommen. Und ich war so gemein und habe immer wieder in die gleiche Kerbe gehauen. Und jetzt habe ich Angst, dass du mir das nicht verzeihen kannst." Tränen liefen ihr über das Gesicht, sie legte ihren Kopf auf die Unterarme und weinte bitterlich. Jürgen stand auf, setzte sich neben sie auf die Bank und legte seinen Arm um ihre Schulter. „Weiß deine Tochter, wo du bist?" „Nein, ich hab ihr nur gesagt, dass ich noch einmal kurz weg muss. Wir sind ja erst vorhin zurückgekommen und sie packt noch ihre Sachen aus." Jürgen beugte sich zur Seite und griff nach dem Telefon. „Dann sag ihr, wo ...
... du bist, oder sonst was, so dass sie sich keine Sorgen machen muss." * Elvira schniefte, zog ihr entzückendes Näschen hoch und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Dann wählte sie ihre Nummer und wartete kurz. . . . „Hallo, Maus, ich bin ins Gewitter gekommen und ein klein wenig nass geworden. Jetzt muss ich warten, bis ich wieder trocken bin. Dann komme ich heim." . . . „Nein, nicht bei Arne, der hatte schon zu. Ich konnte uns nicht einmal ein Eis holen." . . . „Wieso interessiert dich das?" . . . „Na gut Mona, ich bin bei Jürgen und . . ." . . . „Ja, genau bei dem Jürgen, über den ich immer geschimpft und gemeckert habe." . . . „Nein, ich kann jetzt nicht gleich kommen, das geht nicht. . . . . Und nein, er hält mich nicht gefangen!" . . . „Warum, warum? Weil ich nichts anhabe und meine Sachen erst noch ganz trocken werden müssen." „MAMA!!!" Dieser Aufschrei war so laut, dass ihn sogar Jürgen deutlich hörte. . . . „Nein, du musst nicht kommen und mich hier rausholen, ich komme, wenn ich mit Jürgen geredet habe. Er tut mir nichts, im Gegenteil, er hat mir geholfen." . . . „Ich erzähle dir alles, wenn ich heimkomme. Glaub mir Schatz, Jürgen ist ganz lieb, ganz anders, wie ich dir immer gesagt habe. Also sei so gut und bleib zuhause, du musst mich nicht retten." . . . „Ist gut, Mona, ich sage es ihm, warte . . . Jürgen, meine Tochter sagt, du sollst gefälligst deine Finger bei dir behalten, hast du ...