1. Feuer und Wasser


    Datum: 30.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54

    ... ihn.
    
    Und Jürgen hielt durch. Er verschloss die Häkchen auf der Rückseite, konnte sich dann aber nicht ganz beherrschen und küsste Elvira leicht auf beide Schultern, was der ein unterdrücktes Stöhnen entlockte.
    
    Er zog ihr die Bluse an und machte sehr langsam und genüsslich jeden einzelnen Knopf zu. Dabei sah er ihr unentwegt in die Augen und ein unsichtbares Band wurde zwischen ihnen geknüpft.
    
    Sie stieg in den Rock, er zog ihn über ihre Hüften und da er vor ihr stand, griff er um sie herum und zog langsam den Reißverschluss zu. Dabei presste er sie leicht an sich und sie spürte, dass ihn diese Situation auch nicht kalt lies. Elvira zitterte vor unterdrückter Lust und hätte sich am liebsten die Kleidung wieder vom Leib gerissen.
    
    Aber wenn sie von Jürgen Selbstbeherrschung verlangte, dann konnte sie sich unmöglich ihrem inzwischen unvorstellbar großen Verlangen hingeben.
    
    Als er ihr dann die Söckchen und die Schuhe anzog, musste sie sich an seinen Schultern festhalten, weil sie beinahe umgekippt wäre. Wie er es machte, das sah sie nicht, weil sie die Augen geschlossen hatte, aber wie er ihr Socken und Schuhe anzog und dabei zärtlich ihre Füße und die Waden streichelte, das wollte sie gar nicht sehen. Es reichte schon, es zu fühlen und dabei fast verrückt vor Lust zu werden.
    
    Als er fertig war, lehnte sie sich an ihn und küsste ihn voller Zärtlichkeit.
    
    „Darf ich nochmal Mona anrufen? Ich sage ihr nur Bescheid, dass ich auf dem Heimweg bin, ja?"
    
    Jürgen ...
    ... drückte die Wahlwiederholung und reichte ihr das Telefon.
    
    . . .
    
    „Ich geh jetzt los, mein Schatz, ich bin wieder ganz trocken."
    
    . . .
    
    „Selbstverständlich bin ich unversehrt, was dachtest du denn?"
    
    . . .
    
    „Nein, nein, Jürgen ist ein Ehrenmann. Er hat mich . . ."
    
    . . .
    
    „Was heißt hier, das willst du gar nicht wissen. Warte nur, bis ich da bin. Ich muss mit dir reden und einiges ins Reine bringen. Schatz, ich habe sehr dumme Fehler gemacht und ich bin sehr froh, dass wir uns ausgesprochen haben . . ."
    
    . . .
    
    „Ja natürlich habe ich ihn auch zu Wort kommen lassen, du unverschämtes Kind."
    
    Jürgen konnte ein Lachen nicht mehr unterdrücken.
    
    „Da siehst du, was du angerichtet hast. Jetzt lacht er mich aus."
    
    . . .
    
    „Keine Angst, du wirst ihn kennenlernen. Aber ich gehe alleine heim, denn ich muss noch ein wenig nachdenken."
    
    . . .
    
    „Nein, ich werde nicht nass, Jürgen gibt mir seinen Schirm mit. Also bis gleich, meine Kleine, bin schon unterwegs."
    
    Sie drückte auf die Aus-Taste und reichte ihm das Telefon.
    
    „Ich muss los", seufzte sie, „nicht gerne, aber es muss sein."
    
    „Komm gut heim, Vira und grüße deine Tochter von mir. Wir werden uns jetzt wohl öfter sehen, oder?"
    
    „Darf ich denn wieder zu dir kommen?", fragte sie unsicher. Sie schien immer noch nicht richtig überzeugt zu sein.
    
    Er nahm sie in seine Arme und küsste sie so, dass sie wusste, dass er es ernst meinte.
    
    „My Castle is Your Home, Mylady", wandelte er einen englischen Spruch ab. ...
«12...424344...70»