1. Feuer und Wasser


    Datum: 30.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54

    ... dunkelbraunes, aber glattes Haar und ein ausdrucksvolles Gesicht.
    
    Und Jürgen traf fast der Schlag, als er ihr in die Augen schaute. Die gleichen großen, braunen und fesselnden Augen wie bei Elvira. Er schaute fasziniert zwischen Mutter und Tochter hin und her.
    
    Jede der beiden war auf ihre Art einzigartig.
    
    Elvira, weil er sie abgöttisch liebte, bewunderte und begehrte.
    
    Mona, weil sie, wenn er 20 Jahre jünger wäre, voll sein Typ von junger Frau und Freundin gewesen wäre.
    
    Mona umarmte ihn, gab ihm einen freundschaftlichen Kuss auf die Wange und sagte mit warmer Stimme: „ Guten Morgen, Jürgen, ich freue mich dich endlich zu sehen. Mama hat so viel von dir gesprochen. Kommt herein, das Frühstück ist fertig."
    
    Jürgen sah Vira an und grinste breit. Er konnte sich vorstellen, wie sie von ihm gesprochen hatte. Wenn sie, ihrer Art entsprechend, kein Blatt vor den Mund genommen hatte, dann hätten ihm wohl die Ohren geklingelt.
    
    Elvira errötete und schaute ganz verlegen. Sie konnte sich gut vorstellen, was ihm jetzt durch den Kopf ging.
    
    Um ihre Verlegenheit zu überspielen, griff sie Jürgens Hand und zog ihn zur Haustür.
    
    „Komm, Schatz", flötete sie, was ihre Tochter veranlasste, eine Augenbraue hoch zu ziehen, „gehen wir rein, bevor die Nachbarn zu neugierig werden."
    
    Das Haus war von innen noch viel gemütlicher, als es von außen aussah. Eine große Wohnküche mit einem schön gedeckten Tisch lud zum Platz nehmen und zum Schmausen ein. Elvira bot Jürgen ...
    ... einen Platz an und dann saßen sie an der einladenden Frühstückstafel.
    
    Er war immer noch ganz hingerissen von Ramonas Aussehen und machte ihr ein Kompliment, das hinunter ging wie warmes Ölivenöl.
    
    Elvira sah ihn mit leicht schief gelegtem Kopf an.
    
    „Also ich muss sagen, ihr zwei seid der Traum eines jeden Mannes. Du, Mona, bist so schön wie deine Mutter. Du siehst ihr sehr ähnlich, bist jung und attraktiv. Aber du, Vira, bist eine reife und wunderschöne Frau, du hast Charakter, Willensstärke und eine Persönlichkeit, die mich vom ersten Augenblick an gefesselt hat. Ich liebe dich von ganzem Herzen und habe es immer, trotz aller Widrigkeiten getan. Ramona, du hast eine phantastische Mama und du kannst sehr stolz auf sie sein, genau so wie deine Mutter auf dich stolz ist. Und ich bin sehr stolz, dass ich eure Bekanntschaft machen durfte und jetzt eure Gegenwart genießen kann. Das ist ein Zustand, an den ich mich gewöhnen könnte."
    
    Elvira und Ramona strahlten vor Stolz. Elvira fasste nach seiner Hand, drückte sie fest und Mona machte es ihr nach.
    
    Es wurde ein lustiges und ausgelassenes Frühstück, das sich lange hinzog, weil der Gesprächsstoff nicht ausging.
    
    *
    
    Dann schaute Mona ihre Mutter an und fragte sie, ob sie Jürgen erzählen durfte, wie das Gespräch gestern Abend stattfand, wie sie erst gestern von ihm erfahren hatte.
    
    Elvira wurde etwas rot, nickte dann aber entschlossen.
    
    „Mach Kind, erzähle es ihm, spare nichts aus, sondern sage alles."
    
    „Alles, ...
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