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Feuer und Wasser
Datum: 30.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... Mama?" „Ja, alles und zwar von Anfang an. Was ich dir gestern gesagt habe." „Also gut", begann Mona. Sie fühlte sich etwas unbehaglich, aber ihre Mutter bestand darauf. "Als wir gestern nach Hause gekommen sind, ging ich in mein Zimmer, um den Koffer auszupacken. Mama hat mir zugerufen, dass sie uns bei Arne noch ein Eis holen wollte. Wir waren bei meinem Onkel, Mamas Bruder gewesen, aber Mama wurde nach einer Woche schon so quengelig und missgelaunt, dass wir uns entschieden hatten, schon früher als geplant heimzufahren. Jedenfalls, kaum war sie aus dem Haus, da ging das Gewitter schon los. Ich dachte, sie wäre bei Mel und Arne und würde abwarten, bis der Sturm und der Regen vorbei waren. Ich habe ja gar nicht gewusst, dass sie gar nicht vorhatte ein Eis zu holen. Dann kam ihr Anruf und ab da war ich richtig beunruhigt. Und als sie noch gesagt hat, dass sie nichts anhätte, da bin ich fast durchgedreht. Ich habe befürchtet, dass sie wieder so einem Dreckskerl in die Hände gefallen ist, der lauter Schweinkram mit ihr anstellt. Du weißt schon, Vergewaltigung und so. Aber dann habe ich mich gefragt, würde der sie bei mir anrufen lassen? Das erschien mir widersinnig, zumal sie auch noch gesagt hat, bei wem sie ist. Aber ich hab mir schon Sorgen gemacht. Ich habe bei Arne angerufen, ihm die Sache erklärt und der hat gemeint, ich könne ganz beruhigt sein, meine Mutter wäre in den besten Händen. Nach einer Weile hat sie nochmals angerufen und gesagt, dass sie ...
... jetzt heimkommt. Mann, ist mir vielleicht ein Stein vom Herzen gefallen, weil sie mir mal gesagt hat, du wärst das größte Arschloch in der Galaxis." Elvira schnappte entsetzt nach Luft, Jürgen hustete kurz und dann grinste er. „Ich kann mir schon vorstellen, in was für einem Tonfall sie das gemacht hat und welche Grimassen sie dabei gezogen hat. Habe ich auch schon live miterlebt." „Nun, ich bin am Wohnzimmerfenster gestanden und habe auf sie gewartet. Sie hatte deinen Schirm dabei und weil sie dachte, ich wäre in meinem Zimmer, hat sie sich ganz leise in die Küche geschlichen. Zuerst habe ich nichts gehört, aber dann habe ich mitbekommen, dass sie geweint hat. Ich bin in die Küche gegangen, es war dunkel und wollte Mama trösten. Aber als ich sie in den Arm genommen habe, da hat sie noch viel mehr geweint. Tief in meinem Inneren habe ich dich doch verflucht und darum bitte ich dich um Verzeihung, Jürgen. Ich war der festen Meinung, dass du meiner Mama weh getan hast. Sie konnte gar nicht mehr aufhören zu heulen. Jürgen griff nach Ramonas Hand und hielt sie fest, mit der anderen fasste er die Hand von Elvira und drückte sie beruhigend. Ihre Augen waren nass vor Tränen. „Mach weiter, Mona", sagte sie. „Gut, als sie wieder reden konnte, ist sie sich in Selbstvorwürfen ergangen. Sie hätte alles falsch gemacht, wäre so gemein zu dir gewesen. Sie hätte versucht dich unter Druck zu setzen und dir sogar gedroht. Und jetzt hätte sie furchtbare Angst, nach eurer ...