1. Feuer und Wasser


    Datum: 30.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54

    ... er.
    
    „Doch", widersprach Mona, „und die Flöte klingt echt gut. Wenn wir nachher zuhause sind, spiele ich auch etwas für dich. Vielleicht spielen wir ja einmal zusammen."
    
    Jürgen freute sich schon darauf, vor allem als ihm Elvira mitteilte, dass Mona schon seit zehn Jahren Klarinette spielte und im Orchester des Dorfes eingebunden war.
    
    Mona hatte auch die große Truhe entdeckt, in der er je eine Ausgabe seiner selbst geschriebenen Romanheftchen aufbewahrte, als Archiv sozusagen.
    
    „Uih, da hat Mama auch einige zuhause. Und die sind wirklich alle von dir?"
    
    „Ja, seit wann liest Mama denn so was?" fragte er arglistig und schaute gespannt zu Elvira hin, die sich verlegen auf ihrem Stuhl wand und heftig mit dem Kopf schüttelte.
    
    „Ich glaube, seit du im Dorf bist", sagte Mona, die es nicht gesehen hatte.
    
    „Mmmmh und du hast nichts darin gefunden, womit du mich hast aus dem Dorf vertreiben können, Elvira?"
    
    „Nein, denn als du die zwei Monate weg warst, habe ich gemerkt, wie sehr du mir gefehlt hast. Du warst fort und ich bin in ein Loch gefallen. Und Arne hat mir lange auch nicht gesagt, dass du wiederkommst. Und als du wieder da warst, da konnte ich dir doch nicht zeigen, wie schlimm es ohne dich war. Ich konnte doch nicht so einfach von meiner vorgefassten Meinung abfallen. Nur durch meine Sturheit hat es so lange gedauert, bis wir zusammen gekommen sind."
    
    Elvira schluchzte und Jürgen ging zu ihr, nahm sie in den Arm und hielt sie fest.
    
    „Das mag sein", sagte ...
    ... er, „aber ich hatte auch die Zeit, mir ganz sicher zu sein, dass ich dich liebe. Deine Art mich abzulehnen, war mir Ansporn genug, um durchzuhalten. Ich wollte einfach wissen, wer von uns eher aufgab."
    
    „Und?", fragte Elvira.
    
    „Unentschieden. Wärst du nicht zu mir gekommen, dann wäre ich nach eurem Urlaub bei dir aufgekreuzt, um ein klärendes Gespräch zu suchen. Ich habe es nicht mehr ausgehalten und mir gesagt, entweder sie akzeptiert dich oder sie schickt dich in die Wüste. Elvira, ich war fertig, am Ende, ich war dabei aufzugeben. Aber dann kamst du und ich hatte die Möglichkeit unter den Umständen dir zu zeigen, was du mir bedeutest. Ich kann dir gar nicht sagen, was mir durch den Kopf gegangen ist, als du klatschnass vor mir gestanden bist. Ich habe ganz instinktiv gehandelt. Rein mit ihr, duschen, egal was sie will, lass sie nur nicht reden bevor sie trocken und aufgewärmt ist. Vielleicht wird es dann nicht so schlimm, was sie dir zu sagen hat. Den Rest kennst du, Schatz."
    
    Elvira hatte ihren Kopf an seine Brust gelegt und Ramona war hinzu gekommen und schmiegte sich an die beiden.
    
    *
    
    Dann hatte er seine Sachen beieinander und verließen seine Wohnung, um zu Jen´Anh zum Essen zu gehen.
    
    Auch hier waren wie jeden Sonntagabend viele Gäste anwesend, darunter Bekannte von Elvira und Jürgen. Auch Carina aus der Marktbäckerei war mit einem männlichen Begleiter anwesend, in dem Jürgen einen der morgentlichen Brotzeitholer vom Installationsbetrieb erkannte. Carina ...
«12...525354...70»