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Feuer und Wasser
Datum: 30.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... wurde blass, als sie die beiden Frauen erkannte, die da bei „ihrem" Schriftsteller am Arm hingen. Und dann küsste „ihr" Jürgen diese arrogante Elvira auch noch ganz ungeniert und ihrer Meinung nach viel zu unanständig, schob ihr und ihrer Tochter den Stuhl zurecht und nickte ihr kühl zu. Dieser Abend war für sie gelaufen und sie verabschiedete sich viel früher als geplant von ihren Freunden. Nach einem reichhaltigen und ausgezeichneten Essen machten sie sich auf, um die 600 Meter zu Elvira zu gehen. Sie kamen an einigen Bekannten von ihr vorbei und wurden neugierig begutachtet und es wurden einige vorsichtige Fragen gestellt. Ohne sich genau zu outen, das würde schon öffentlich werden, was passieren würde, erreichten sie ihr Haus. Jürgen blieb nachdenklich an der Gartentür stehen und schaute sich genau um. „Was ist, Schatz?" „Weißt du, Vira, ich habe das Gefühl, als würde ich nach Hause kommen." Elvira seufzte. „Ich würde mich freuen und du würdest mich sehr glücklich machen, wenn du es als dein Zuhause ansehen würdest und dich hier wohlfühlen würdest." „Mit euch beiden kann ich doch gar nicht anders, als mich hier heimisch zu fühlen. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Zeit, wenn ich euch näher kennen lernen kann, eure Eigenschaften und Eigenheiten und eure Macken . . .", er hob beschwichtigend die Hände, als er leichte Spuren des Widerspruchs entdeckte „ . . . die ihr zweifellos als Frauenwirtschaft habt, genau so wie ich als alteingesessener ...
... Junggeselle meine Macken habe, an die ihr euch vielleicht gewöhnen müsstet, oder ich muss sie mir abgewöhnen. Es wird bestimmt nicht leicht und es wird sicher Karambolagen geben, aber ich bin mehr als bereit es zu versuchen. Ich möchte euch glücklich und zufrieden sehen." „Auf in den Kampf, stürmen wir die Festung, bevor wir es uns noch einmal überlegen." * Statt dem Abendessen, sie waren pappsatt von Jen´Anh heim gekommen, spielte ihm Mona einige Stücke auf ihrer Klarinette vor, und zwar nicht nur Klassik und Volksmusik, sondern auch einige Rocksongs, darunter auch eine Variation von Metallica´s „Nothing else matters". Jürgen musste neidlos anerkennen, dass sie um einige Klassen besser spielte als er und sie freute sich ungemein über sein Lob. Dann verschwand Mona in ihrem Zimmer, um mit Boris zu telefonieren, der inzwischen in Stuttgart angekommen sein müsste. Das würde mit Sicherheit länger dauern. Elvira blickte Jürgen mit diesem ganz speziellen Blick an, der Frauen so eigen war, wenn sie etwas ganz Bestimmtes vorhatten. Sie trat ganz nah zu ihm, schaute zu ihm auf und legte ihre Hände auf seine Brust. „Wie wäre es, wenn wir unser Spiel vom Samstag noch einmal spielen, nur ein bisschen anders?" „Wie viel Zeit hast du, mein Engel?" „Alle Zeit der Welt, Liebster. Mona hat Ferien, ich habe Urlaub, nur du Ärmster musst morgen wieder schreiben. Schade!" „Ich mache morgen auch Urlaub, mein teures Weib. Ich kann euch doch unmöglich alleine faulenzen ...