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Zehn Stunden Flug
Datum: 19.10.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bybumsfidel
... eine Zeitschrift. Miriam erging es in Sachen Liebe ganz ähnlich wie Dennis. Auch sie hatte für eine feste Beziehung nie die Zeit gefunden und sich durch die Gemeinde gevögelt, wie sie es selbst nannte. Mal hier mal dort genascht und da sie viel mit Frauen zusammen arbeitete auch vor denen nicht haltgemacht. Sie stufte sich nicht als lesbisch ein, hatte allerdings auch nichts dagegen sich gleichgeschlechtlich zu vergnügen. Dennoch wurde es langsam Zeit den richtigen Prinzen zu finden, sie wollte sich noch vermehren und die biologische Uhr tickte schon verdächtig laut. "Ein schwieriges Thema", klang es von der Seite an ihr Ohr. "Wie bitte?", sah Miriam ihren Sitznachbarn erstaunt an. Es kam selten vor, dass jemand auf einem Flug etwas äußerte, dass über das Wetter oder den Flug hinausging. Die dümmste Bemerkung war mal einem wildfremden Kerl entfleucht, der ein "Sie auch hier?" absonderte. "Der Artikel da", zeigte Dennis auf ihre Zeitschrift. "Diese #MeToo-Debatte." "Ja, allerdings", antwortete sie kurz angebunden. Sie war sich nicht sicher, ob sie überhaupt ein Gespräch wollte. Und wenn ja, warum dann ausgerechnet darüber? Eigentlich sah ihr Plan vor, sich über die langweiligen Artikel in einen kurzen Dämmerschlaf zu lesen. Eine ernsthafte Diskussion wäre da kontraproduktiv. "Als Mann traut man sich kaum noch eine Frau anzusprechen", gab Dennis nicht auf. "Da scheinen sie ja keine Probleme zu haben." "Hier ist es ja auch unverfänglich", grinste ...
... der Kerl gewinnend. "Vor so vielen Zeugen kann man einem Mann ja hoffentlich keinen Sexismus vorwerfen." 'Aha. Noch nie im Flieger gebumst', dachte Miriam. Sie hatte es schon selbst erlebt, dass ihr beim Gang auf die Toilette ein Pärchen entgegengekommen war, das mit hochrotem Kopf Plätze in verschiedenen Reihen eingenommen hatte. Was die wohl getrieben haben mochten? Laut sagte sie dagegen: "Gibt es ein unverfängliches Anquatschen überhaupt? Wenn ich denen hier glauben soll nicht. Dann wollen die Kerle nur eines. Egal wie." "Ich doch nicht", tat Dennis entrüstet und setzte seinen unschuldigen Dackelblick auf. "Oh mein Gott", lachte Miriam, "das soll ich ihnen glauben?" "Nein, natürlich nicht. Nicht immer, meine ich. Hier sind sie allerdings sicher. Ich glaube nicht, dass ich ihnen hier zu nahe kommen könnte." Der Satz forderte Miriam heraus. Mit einem provokanten Blick musterte sie Dennis. Der Typ gefiel ihr, zumindest sein Äußeres. Und auf den Kopf gefallen war er möglicherweise auch nicht. Keiner, dessen Schaukel zu nahe an der Hauswand gestanden hatte. Also gut, Zeitschrift weg und Gespräch fortgeführt. "Das kann man nicht wissen", antwortete Miriam daher rätselhaft. "Was meinen sie?", fragte Dennis verständnislos nach. Wollte die mehr? Hier?? "Schon gut", wiegelte seine Nachbarin jedoch ab. "Ich will sie nicht in Verlegenheit bringen. Zumal sie es als Mann ja ach so schwer haben." "Es geht so. Man muss verdammt aufpassen. Einige Emanzen ...