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Zehn Stunden Flug
Datum: 19.10.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bybumsfidel
... schnauzen einen schon an, wenn man ihnen nur die Tür aufhält." "Die spinnen", tat Miriam ihre Meinung kund. "Die haben nicht begriffen, dass das Leben als Frau auch Vorteile haben kann." "Das denke ich auch", stimmte Dennis zu, "aber was da passiert ist, geht weit über das normale Maß hinaus." "Denken sie? Ich befürchte etwas ganz anderes. Nämlich das es schon immer so war. Aus der Stummfilmzeit in Hollywood gibt es jedenfalls jede Menge Gerüchte." "Das habe ich auch schon gehört, aber das macht es nicht besser." "Da haben sie recht", erwiderte Miriam. "Was mich stört, ist diese scheinheilige Debatte. Es betrifft ja nicht nur die Filmbranche. Wenn irgendein Chef meint, er müsste seine Sekretärin vögeln, dann ist das auch nichts anderes. Nur kommen die hier überhaupt nicht vor." "Also meinen sie, der Kreis der Betroffenen ist wesentlich größer?" "Ich denke, dass dies fast jeder Frau schon einmal passiert ist. Die einen sagen ja und versprechen sich davon einen Vorteil, die anderen sagen nein. Wer zum Schluss besser fährt, ist völlig offen." "Wieso das?" "Stellen sie sich vor, es spricht sich herum, die Kollegin Madame X hat sich hoch geschlafen. Welche Stellung hat sie dann im Betrieb? Entweder sie heiratet gleich den Chef oder sie ist draußen." "Ist das so?" "Keine Ahnung. Aber so stelle ich es mir vor", gab Miriam zu. "Hinzu kommen diese dämlichen Trittbrettfahrerinnen. Wenn ich solche Artikel lese, dann denke ich immer 'Ach du auch, ...
... Mädchen? Jetzt meldest du dich plötzlich? Willst wohl auch zu den Attraktiven gehören, die flach gelegt worden sind.'" "Sie gehen ja ganz schön hart ran. Das habe ich von einer Frau auch noch nicht gehört." "Ich kann dieses ganze weinerliche Gehabe nicht ab", redete sich Miriam weiter in Rage. "Jahrelang vögeln sie sich von Filmrolle zu Filmrolle und dann schreien sie plötzlich 'Das wollte ich ja gar nicht!'. Vielleicht hätten sie vorher mal nein sagen sollen." "Dann hätte jemand anderes den Job gekriegt." "Na und? Die verstehen nicht, dass sie sich verkauft haben und nicht besser sind als jede Prostituierte. Sie haben auch nur für Geld die Beine breit gemacht." "Und sind berühmt geworden." "Das unterscheidet sie allerdings von den Strichmädchen", wurde Miriam sarkastisch. "Darf ich mal etwas fragen? Etwas ganz persönliches?" Miriam sah Dennis groß an. Ihre Augen blitzten und er sah ihr an, wie sie mit sich kämpfte. "Nein, habe ich nicht", sagte sie dann etwas ruhiger. "Ich kann mir denken, wie die Frage lautet. Weder in der Schule für gute Noten, noch später. Und bevor sie weiter fragen, ja, auch ich hatte entsprechende Angebote." "Tut mir leid", antwortete Dennis. "Was haben sie damit zu tun?", fauchte Miriam, doch dann merkte sie, dass er es ehrlich meinte. "Entschuldigung." Sie verstummte. "Akzeptiert", erwiderte Dennis. "Eigentlich müsste es diese Debatte doch auch mit umgekehrtem Vorzeichen geben", sinnierte er. "Gibt es", bestätigte ...