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Zufall oder Schicksal?
Datum: 27.12.2022, Kategorien: 1 auf 1, Autor: Dingo666
... verloren in der Eigentümlichkeit dieser bizarren Situation. Der leise prickelnde Nachhall auf ihren Lippen fühlte sich gut an, ebenso wie die körperliche Nähe zu diesem Fremden. Ihr Tänzerinnen-Ich zog innerlich erfreut die Augenbrauen hoch und hätte gerne nachgefühlt, wie sich die Haut auf seinen straffen Rippen wohl anfühlte. Aber der Typ konnte sie doch nicht einfach so küssen? Eine völlig Fremde? Die Juristin wies sorgfältig auf alle potenziellen Gefahrenquellen, Unsicherheiten und Abnormalitäten dieses Sachverhalts hin. Mit anklagender Stimme zitierte sie einige alte, weniger erfreuliche Erfahrungswerte im Umgang mit Männern. Die beiden Teile von ihr brachten es fertig, sich gegenseitig perfekt zu neutralisieren. Sie konnte nur stocksteif dastehen. Ganz langsam breitete sich ein freudiges, immer noch zweifelndes Lächeln auf seinem Gesicht aus. Er sah dadurch auf einmal viel jünger aus. Offen. Und verletzlich. "Du läufst nicht schreiend davon", konstatierte er zögernd. "Und du hast mir noch keine heruntergehauen. Ich komme daher zu dem Schluss, dass meine Vermutung zutrifft." Mit diesen kryptischen Worten zog er sie erneut an sich und küsste sie zum zweiten Mal. Länger diesmal, und nachdrücklicher. Conny spürte den Hauch seines Atems auf ihrer Haut und nahm seinen herben Duft wahr. Er roch entfernt nach Holz, nach frischem Schweiß und nach Mann. Wie von selbst bewegten sich ihre Lippen, erwiderten seinen Kuss leicht. Dann straffte sie sich durch, entzog ...
... ihre Hände seinem Griff und drückte gegen seine Brust, schob ihn etwas zurück. Er leistete keinen Widerstand, als sie so den Kontakt unterbrach, aber sein leuchtender Blick blieb an ihr haften. "Das... kommt alles ein ganz klein wenig überraschend für mich", sagte sie ernsthaft und sah, wie er erschrak. Sie grinste, beugte sich vor und küsste nun schnell ihn. Nur um ihm zu zeigen, dass sie nicht direkt böse auf ihn war. Und vielleicht auch, um nicht als passives Weibchen dazustehen. So etwas würde die taffe Juristin niemals akzeptieren! Die Tänzerin war zum ersten Mal voll einverstanden. "Nicht unangenehm. Nur... eben überraschend", wiederholte sie und strich leicht mit der Zungenspitze über die Unterlippe. "Ich würde wirklich gerne wissen, wie diese Vermutung aussieht." Er lachte wieder laut auf. Sie mochte es, wenn er so lachte. Dann sah er ihr tief in die Augen, unvermittelt wieder sachlich. "Ich vermute, dass du mein Schicksal bist", meinte er völlig ernst. "Dass es kein Zufall ist, dass wir hier zusammentreffen. Dass wir zusammengehören. Füreinander bestimmt sind. Und Deine erste Reaktion lässt mich hoffen, dass diese Vermutung nicht völlig an den Haaren herbeigezogen ist." Und mit einer Selbstverständlichkeit, als seien sie bereits Jahre zusammen, küsste er sie ein drittes Mal. Sie schloss kurz die Augen, genoss die sonderbare Vertrautheit. Dann atmete sie tief durch und machte sich los, nicht ohne Bedauern. "Das verstehe ich nicht. Kannst du..." sie ...