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Kiss the Cook Kapitel 01
Datum: 08.01.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... Bücher. Sie hat gesagt, dass ihr dein Schreibstil gefällt!" Ich sah neugierig auf Bea und musste in mich hinein grinsen. Sie war etwa einen Meter siebzig groß, dürr wie ein Besenstiel und sah aus, wie man sich eine Studentin vorstellte. Schlabberige Klamotten an, die ihre Figur, sofern man davon sprechen konnte, nicht kaschieren konnte und sicher auch nicht sollte. Dazu die stark gelockten, langen und naturbraunen Haare mit einem Gummiband hinten als Zopf zusammengebunden. Dazu kam eine unmoderne Brille für die richtige Sicht eines Bücherwurms. Überhaupt Bücher, welcher moderne junge Mensch steckte seine Nase in etwas Altmodisches wie Bücher. Gut, ich verdiente damit teilweise mein Geld, aber der Onlinemarkt war inzwischen fast wichtiger geworden. Was Bea dagegen interessant machte, waren ihre überaus lebhaften, strahlenden Augen und die kleine Stubsnase, die ihr ein neckisches Aussehen gab. „Guten Tag Herr Hennig!", sagte Bea mit einer wenig ausgeprägten Stimme. „Können sie mir bitte in mein Buch etwas hineinschreiben. Es würde mich sehr freuen." Daraufhin reichte sie mir einen meiner Romane der schon reichlich abgegriffen war. Entweder war er durch viele Hände gegangen oder wurde nicht gut behandelt. Bei Bea hatte ich allerdings den Eindruck, dass sie auf solche Sachen besser aufpasste als manch ein anderer Mensch. Daher ging ich davon aus, dass sie dieses Buch gebraucht gekauft oder bekommen hatte. Ich grinste sie an, stand auf und nahm eines meiner ...
... Exemplare aus dem Regal, denn ich ließ mir immer ein Paar davon schicken, wenn sie rauskamen. Es war die gebundene Ausgabe und ich mochte sie lieber, als diese schnell die Form verlierenden Paperback Formate. Dann setzte ich mich an meinen Schreibtisch, nahm meinen besten Füller mit Goldspitze und schrieb den üblichen Satz hinein, in dem man nur den Namen auswechseln musste. Dann trocknete ich die Tinte, indem ich zweimal darüber pustete, klappte es zu und reichte es Bea, die es sofort nahm und an sich drückte. Das alte Exemplar ließ sie auf meinem Schreibtisch liegen, als sie mit Christina verschwand. Ich sah den beiden hinterher und dachte: „Was für Unterschiede es doch gibt!", und widmete mich wieder meiner Arbeit. Sie hinterließ bei mir keinen bleibenden Eindruck und verschwand augenblicklich aus meinen Gedanken. Dabei sah sich sie schon zwei Tage später wieder. Da Christina sie mir bereits vorgestellt hatte, bemerkte ich es nicht, als sie eine Woche später bei uns war. Diesmal hatten sich mehrere der Studentinnen bei uns getroffen aber nicht zum Lernen, sondern sie wollten auf unserer Terrasse grillen und über Frauensachen reden. Christina hatte es mir gesagt und ich war damit einverstanden gewesen. Warum auch nicht. Das Einzige was ich nicht bedacht hatte war, das irgendwer den Grill bedienen musste, zumindest anzünden, denn einen Elektro- oder Gasgrill hatten wir nicht. Unser wurde noch auf die altmodische Art mit Holzkohle betrieben. Ich war der Meinung, dass ...