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Halluzinationen
Datum: 16.02.2023, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byJepasch
... über ihre Brüste. Stöhnend wand sie sich vor Schmerz und Lust. Das war doch kein Traum? Aber Realität war es auch nicht, konnte es nicht sein! Ihr Verstand schaltete sich wieder ein, versuchte, ihre Gefühle zu verdrängen, die Herrschaft über ihren Körper wieder herzustellen. Vergeblich! Gerds Stimme drang durch ihren Widerstand wie ein heißes Messer durch Butter: „Du wirst dich doch wohl nicht auflehnen? Das kann ich nicht durchgehen lassen!" Seine Hände strichen ganz sanft um die gequälten Hautpartien herum und verursachten dadurch ein unbeschreiblich peinigendes Gefühl von Schmerz und Wohlbefinden zugleich! „Weißt du, ich kann jetzt alles mit dir machen, was ich will! Du bist in meiner Hand!" Sie spürte, wie er zwischen ihre Beine drängte und ein letzter Rest ihres Verstandes versuchte, sich dagegen aufzulehnen. Doch jeglicher Versuch war zwecklos, zu fest waren ihre Fesseln. Als er in sie eindrang, war es, als hätte sie noch niemals vorher Sex gehabt und würde zum ersten Mal kommen, so überwältigte sie das Gefühl. Nicht sein Glied war in ihr, nein er war in ihr! Er zog an ihren Nervenbahnen, verknotete und streichelte sie, zerriss und verknüpfte sie. Sie spürte Lust aus Schmerzen, wie sie es nie für möglich gehalten hatte. Es war als, würden tausend Hände unter ihrer Haut entlang zu ihrem Gehirn streben und dort ein Feuerwerk von Farben, Gerüchen und Geräuschen verursachen, die in einer gigantischen Welle ihr Selbst wegspülte, sie auslöschte und einen Raum ...
... zurückließ, der unendlich groß, und doch zu klein war, um sie aufzunehmen. Dann verlor sie sich selbst und ihr Bewusstsein. Langsam kam sie wieder zu sich. Als würde sie aus dem Weltraum auf die Erde zufliegen sah sie sich: Sie lag in der Klinik im Bett. Die Decke war heruntergerutscht, ihre dünne Nachtkleidung durchsichtig vom Schweiß. Sie sah die Mediziner in der Cafeteria sitzen, Gerd im Nachbarzimmer liegen und konnte überhaupt wie mit Röntgenaugen durch das ganze Gebäude sehen. Sie stoppte ihren Flug. Was ging hier vor? War sie gestorben? Plötzlich sah sie eine schemenhafte Gestalt an ihr vorbeischießen. Gerd? Aus der gleichen Richtung wie sie kommend, war er an ihr vorbeigeflogen und direkt in seinen Körper geschlüpft. Er rekelte sich in seinem Bett, die Wirkung des Mittels ließ anscheinend bei ihm nach. Der Schock der Erkenntnis ging ihr fast so durch den Körper wie das eben erlebte: Der Schweinehund hatte sie im Geist vergewaltigt! Sie hielt inne. Hatte er das? Ja und nein: Zwar hatte er ‚gefragt' aber das Eindringen in einen anderen Geist kann wohl kaum weniger eine Vergewaltigung sein als der eigentliche Geschlechtsakt! Sie schüttelte sich. Das konnte sie niemanden erzählen! Wie hatte er es gemacht? Er hatte schon an mehreren Versuchen teilgenommen. Nutzte er gezielt die Nebenwirkung des Präparates für seine Lust aus? Sie fing an zu frieren. Ein dünner Rauchfaden kam aus ihrem Körper, schlängelte sich wie eine Schlange zu ihr hoch und zog an ihr. ...