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Grober Sand 02
Datum: 24.02.2023, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byLoreleyColter
... Tritt vor das Gitter und geht vor mir in die Hocke. In seinen Augen steht der Schmerz, den ich eigentlich fühlen müsste. Er berührt mein Gesicht und Erstaunen tritt in seinen Blick, als er keine Tränen findet. „Was bist du?" Ich lächle schwach. „Das wissen Sie doch." Ich schmecke Blut und mir wird schlecht. Erschöpft setzt er sich auf den sandigen Holzboden. Seine Schulter hat wieder zu bluten begonnen. Ein Schlüssel wird von außen in die Tür geschoben und ein Offizier betritt die Wachstube. Er betrachtet die Szene, die sich ihm bietet, aber er lässt sich zu keiner Reaktion hinreißen. „Sergeant, kommen Sie. Die Sanis können sich jetzt um Ihre Verletzung kümmern." Bane erhebt sich langsam und wirft mir einen letzten Blick zu. Es scheint fast, als wolle er sich entschuldigen, aber das bilde ich mir wohl nur ein. Er geht. Der Offizier schaut mich an, dann gibt er jemandem vor der Tür einen Wink, bevor er dem Sergeant nach draußen folgt. Ich lasse mich in die Ketten sinken und lehne meine Stirn gegen die kühlen Gitterstäbe. Müdigkeit überkommt mich und meine Lider werden schwer. Ich glaube noch zu erkennen, dass Chuck wieder da ist, dann gehen mir die Lichter aus. -------- Ich bin in einer Art Trancezustand. Um mich herum herrscht geschäftiges Treiben, Soldaten laufen an mir vorbei, Sanitäter versorgen meine Schulter, aber ich selbst bin irgendwie... phasenverschoben. Ich spüre Hände auf mir, mir wird eine Infusion in den Arm gesteckt, aber meine ...
... Gedanken sind immer noch in dieser Zelle. Was habe ich nur getan? Wie kann es sein, dass mich dieses bisschen Schmerz in solche Raserei versetzt hat? Wir werden jeden Tag angegriffen, beschossen, unser Leben ist ständig in Bedrohung, aber ich habe noch nie dermaßen die Kontrolle verloren. Andererseits habe ich einfach versucht, meinen Auftrag zu erfüllen. Herausfinden, wer sie ist, woher sie kommt und was sie weiß. Aber mit solchen Mitteln? Mir wird... komisch. Die Nadel in meinem Arm... Scheiße. Ich darf nicht schlafen... Chuck ist... Fuck...... ----------- „Ist er ruhig gestellt?" „Ja, Sir." „Gut. Tragen Sie Sorge dafür, dass er sich ein wenig erholt. Wir können nicht auf ihn verzichten." „Sir, darf ich eine Frage stellen? Oder auch zwei?" „Ja." „Was ist so besonders an ihm?" „Er hat gewisse Qualitäten, die ihn zum perfekten Soldaten machen könnten. Wenn er nicht so viel denken würde. Er ist kaltblütig und aggressiv, aber er hat leider auch diesen einen Faktor, der ihn daran hindert, zur wahren Kampfmaschine zu werden." „Sir?" „Er hat ein Gewissen. Das werden wir ihm austreiben." --------- Ich will nicht aufwachen. Ich will nicht ... „Sergeant, kommen Sie zu sich." Ja, Sir ... „Bane, kommen Sie schon." „Ich bin wach, Sani." „Sie haben einen Auftrag." Plötzlich stehe ich im Bett. „Jawohl." In Windeseile habe ich meine Uniform angezogen und bin auf dem Weg. Ein Blick auf meine Uhr verrät mir, dass Chuck die halbe ...