1. Lucia - Leben einer Konkubine 03


    Datum: 12.03.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bySecretSerenade

    "Heute gibt es eine besondere Aufgabe für uns", rief Sybilla freudig, als sie die Tür zu meiner Kammer öffnete. Ich stand gespannt auf. "Komm, wir setzen uns in den Innenhof!" Gemeinsam gingen wir nach draußen. Einige Sklaven arbeiteten in den Beeten, die Herrin Amelia saß auf einer Steinbank in der Sonne und hörte einem Geschichtenerzähler mit grauem Haar zu, wir setzten uns in den Schatten unter dem Säulengang.
    
    Sie legte mir eine Hand aufs Bein und sah mich an. "Folgendes: Hausherr Titus nimmt gerne zwei Frauen mit ins Bett. Normalerweise sind es Tertia und ich, doch diesmal hat er sich explizit dich gewünscht." Ich sah sie mit Erstaunen an. "Du meinst - gleichzeitig?" Mein eigenes fassungsloses Lachen unterbrach mich. "Wie machen wir das denn?" Sie nahm meine Hand in ihre und streichelte sie. "Ich sage dir, was du tun sollst. Keine Angst, ich sorge dafür, dass es dir gefallen wird."
    
    Sybilla stand auf. "Komm mit, ich zeige dir die Villa. Viele Zimmer sind zwar tabu, doch ein bisschen was kannst du trotzdem sehen." Aus dem Garten kamen wir in einen riesigen offenen Raum, an den einige Zimmer angrenzten. In einem davon war ich mit Julia und Marcus gewesen. Von hier aus konnte man den Eingang sehen, an den sich das Atrium anschloss. Mosaike und Bilder hingen an den Wänden, hohe Pflanzen schmückten die Räume und prunkvoll verzierte Säulen trugen das Dach.
    
    Als ich mit Bewundern fertig war, kehrten wir um und sie zeigte mir das Esszimmer, in welchem drei Liegesofas ...
    ... standen. "Die Zimmer der Sklaven sind im Keller, mit Ausnahme der unseren. Es ist ein großes Privileg so zu wohnen, merk dir das!" Dann führte sie mich zu einem Schlafzimmer, strich mir die Haare aus dem Gesicht und klopfte an.
    
    Titus selbst öffnete die Tür. "Da seid ihr ja!", begrüßte er uns galant. Er umarmte Sybilla und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. Dann sah er mich an. "Ihr seht toll aus!", meinte er. "Du Schmeichler", entgegnete Sybilla spielerisch. "Mein Sohn hat so von dir geschwärmt, dass ich beschlossen habe, mich selbst von deinen Qualitäten zu überzeugen", erklärte er mir. Ich errötete. "Danke, Herr." Er lachte. "Und deine Schüchternheit steht dir bezaubernd zu Gesicht!" "Wie viel Zeit hast du?", fragte meine Begleiterin. "Möchtest du mit uns trinken und speisen oder soll es schnell gehen?" Bedauernd schüttelte er den Kopf. "Sybilla, du willst immer gleich zur Sache kommen, eine schreckliche Angewohnheit!" Er setze sich an die Bettkante und fuhr seufzend fort: "Aber leider habe ich nicht unbegrenzt Zeit. Heute Abend bin ich mit einigen Senatoren verabredet. Ludi incipiant!"
    
    Sybilla zwinkerte mir ermutigend zu. Sie trat an mich heran, umgriff meinen Hinterkopf und küsste mich sanft. Ihre Lippen schmeckten weich. Als ihr Mund sich öffnete, reagierte ich instinktiv und tat es ihr gleich. Ich spürte ihre Feuchtigkeit und Wärme. Dann umarmte sie mich, ihr Körper drängte sich gegen meinen. Doch ich konnte ihrer Kraft wenig entgegensetzen und stolperte einen ...
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