1. Der Schmied aus Intal Kapitel 26/28


    Datum: 24.04.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor

    ... nicht aus und ich konnte ohne Pause weitermachen.
    
    Minuten später wurde ich von der Knospe weggezogen. Enttäuschung machte sich breit, bevor ich sah, war kommen sollte. Ich wurde abgesenkt und zielte mit meinem Kopf auf das überschwemmte Loch, das erwartungsvoll geöffnet war. Nach wenigen Augenblicken wurde mein Kopf hineingeschoben. Heiße glitschige Haut umgab mich und jeder Fingerbreit meiner Oberfläche wurde massiert. Fest und zugleich zart umfingen mich rutschige Wände, meine Zunge fuhr heraus und liebkoste sie. Jetzt wurde ich tiefer hineingeschoben, Schulter und Brust wurden umfangen, um herausgezogen zu werden. Mehrmals ging es hinein und heraus. Jede Faser meines Körpers war auf Hochspannung. Ohne Knochen konnte ich mich auf jede Art in dieser aufnahmebereiten Höhle winden und jedes Stück Haut erreichen. Es war dunkel und ich konnte mich auf meine Gefühle konzentrieren. Die Wände pulsierten und zogen mich hinein. Schon steckte ich bis zu den ehemaligen Beinen im Leib. Ich merkte, dass ich nur noch am Ende festgehalten wurde, schneller hin und her glitt.
    
    Durch meinen Körper rasten großartige Gefühle und sammelten sich in der Bauchgegend, die Wände wurden enger und bebten stärker. Jetzt wurde ich hineingestoßen. Ein kleiner Teil von mir waren noch im Freien. Das Pulsieren wurde mehr, rhythmisch zogen sich die Wände zusammen und sogen an mir. ...
    ... Sie wollten mich tiefer leiten, aber ich festgehalten. Plötzlich veränderte sich die Lage des Tunnels und zeigte mehr nach unten. Ich bog mich stark und begann mich auszudehnen und zu winden. Die Wände antworteten mit starken Zuckungen, und ich wurde herausgezogen und mit Macht hineingestoßen. Die heiße Grotte zog sich zusammen und versteifte sich. Die Gefühle in meinem Bauch schossen in meinen ganzen Körper und streckten ihn, um sich zu verflüssigen. Ein Teil von mir floss als zäher Strom in den bebenden Leib. Muskeln pressten mich aus und ich verband mich mit ihnen, wurde ein Teil davon.
    
    In diesem Moment wachte ich auf.
    
    Ich lag auf dem Rücken und Alia saß verkehrt herum auf meinem nach oben gerichteten Schwanz. Als sie mit großer Wucht nach unten rammte, verspritzte mein Schwanz allen Samen, der in ihm war, und verband sich mit Alias Innerstem.
    
    Ich war verwirrt von diesem Traum. War ich verrückt geworden? Hatte ich den Verstand verloren oder war es der Ausdruck meiner Fantasie gewesen? Ich kam zu dem Schluss, dass alles ein seltsamer Traum war, ohne irgendwelche Bedeutung. Vergessen konnte ich diesen Traum nie. Er war mir zu wirklich vorgekommen, als wenn er real gewesen war. Eins zeigte er mir auf. Ich war meinen Gefühlen hörig. Ein Teil meines Lebens bestand aus nichts anderem als bloße Natur, die mich nicht mehr denken, sondern handeln ließ. 
«12...10111213»