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Der Schmied aus Intal Kapitel 26/28
Datum: 24.04.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... ausprobieren würden. Ich hatte meine Arbeit viel zu lange schleifen lassen und musste langsam mehr tun. Die Aufträge für eine Woche stapelten sich und machten sich nicht von alleine. Außerdem wusste ich, dass die besondere Woche von beiden anbrach und es war es besser, nicht zu oft anwesend zu sein. Sie konnten in der Zeit komisch werden, dass es besser war, nicht anwesend zu sein. Also arbeitete ich von morgens bis abends. Zum Essen kam ich ins Wohnhaus und verschwand, nachdem ich aufgegessen hatte. Manchmal wurde es so spät das Alia und Rea bereits schliefen, wenn ich kam. Oft blieb ich eine Weile vor dem Bett stehen und betrachtete sie lange. Sie sahen friedlich und ruhig aus, wenn sie nebeneinander dalagen. Ihre Gesichter umrahmt von Haar, war von solchem Liebreiz, wie man es mit Worten nicht beschreiben konnte. Manchmal streichelte ich ihnen leicht übers Haar, ohne sie zu wecken. Mit großer Vorsicht ging ich zu Bett, um sie nicht zu stören. Manchmal murmelten sie vor sich hin, konnte jedoch nie verstehen, was es war. Es schien was Angenehmes zu sein. Ihr friedlicher Gesichtsausdruck ließ darauf schließen. Wenn ich zu Bett gegangen war, stützte ich mich einen Augenblick auf meine Ellenbogen auf und sah sie einen weiteren Moment an. Dieses war der letzte Eindruck, den ich sah, wenn ich das Licht löschte und mir in meinen Schlaf folgte. Meistens träumte ich nichts, nur selten konnte ich mich dann dran erinnern. Doch diesmal war es anders. Kapitel 28 Ich ...
... tauchte in eine mir unbekannte Welt. Weit und ungetrübt war die Sicht ins Unendliche. Wasser so weit das Auge sah, verlor sich am Horizont. Ein Rauschen von sich brechenden Wellen war um mich herum. Wohlig warme Sonne ließ die Luft erwärmen und feiner Sand war unter den Füßen zu spüren. Ein Gefühl der Freiheit, zugleich der Einsamkeit überkam mich. Ich stand auf einer kleinen, kahlen Insel. Wenig Grün war darauf und beschränkte sich auf ein paar niedrige, verkrüppelte Büsche. Sonst war nichts zu sehen. Die Insel hatte einen Umfang, den man in einer halben Stunde umrunden konnte. Außer einigen Vögeln, die sich von den warmen Winden tragen ließen, waren kleine Insekten zu bemerken, die ab und zu um meinen Kopf schwirrten oder sich träge über den Sand bewegten. Sonst regte sich nichts, ich war allein. Wie ich hierher gekommen war oder was ich hier sollte, war mir unbekannt. Ich ging gemächlich um das Eiland und hoffte eine Entdeckung zu machen, was es nur aus der Nähe zu sehen gab. Doch es gab nichts, was meiner Aufmerksamkeit lohnte. Öde und einsam lag die Insel in der See. Nach dem Spaziergang setzte ich mich in den Sand und schaute in die Wellen. Hunger oder Durst verspürte ich nicht, was keine Bedeutung hatte. Tun konnte ich nichts, saß ich Stunde um Stunde im Sand und starrte in die blaue See. Die Sonne ging behutsam unter und schickte ihre letzten hellen Strahlen zu mir. In der Dunkelheit leuchteten die Sterne hell, wie ich es nie zuvor gesehen hatte. Nicht ...