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Der Schmied aus Intal Kapitel 26/28
Datum: 24.04.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... einen von ihnen konnte ich wiedererkennen, kein bekanntes Tierkreiszeichen war zu entdecken. Ab und zu dachte ich Lichter über dem Wasser zu sehen, konnte mich getäuscht haben. Sie verschwanden, wenn ich sie erblickte. Ich konnte nicht sagen, ob sie weit weg waren oder nah vor meiner Nase herumtanzten. Mehrmals griff ich nach ihnen, ließ es bald bleiben, es brachte keinen Erfolg. Die Lichtpunkte waren nicht zu fangen. Die Nacht verging ohne Ereignisse. Als die Sonne langsam über den Horizont kroch und es schlagartig hell wurde, sah ich ein Schiff langsam näher kommen, größer als ich es jemals gesehen hatte. Es hatte breite, geblähte und schneeweiße Segel, die es auf die Insel zutreiben ließ. Als es näher gekommen war, wurden die Segel eingeholt und er Anker fiel schwer in tiefes Wasser. Seltsamerweise sah ich niemanden an Bord. Keine Menschenseele hielt sich auf dem Deck auf. Ich platzte schier vor Neugierde, konnte nicht zum Schiff gelangen. Schwimmen hatte ich nie gelernt und das Wasser war zu tief, um hinüberzuwaten. Ich versuchte es von mehreren Stellen aus doch wenige Schritte reichten, dass mir das Wasser bis zum Hals stand. Weiter wagte ich mich nicht hinein. Ab und zu glaubte ich lachende Stimmen zu hören, vielleicht hatte ich mich getäuscht, die Brandung erzeugte seltsame Klänge. Es blieb mir nichts anders über als ein paar Mal hinüberzurufen, bekam keine Antwort, sondern glaubte, dass die Stimmen aufhörten, sobald ich auf mich aufmerksam machte. War ...
... ich ruhig, dauerte es nicht lange und ich vernahm sie erneut. Achselzucken setzte ich mich zurück auf meinen Beobachtungsposten und wartete auf etwas, was ich nicht wusste, was es sein würde. Auch dieser Tag verging, jedoch wesentlich schneller als der Vorige. Ich hatte das Gefühl, das die Zeit rannte und die Sonne schien sich merklich zu bewegen. Die ganze Zeit veränderte sich an dem Schiff nicht das Geringste, es knarrte hörbar. Als es dunkel war, kam Bewegung aufs Deck. Mehrere menschliche Wesen liefen ohne erkennbare Absicht über Deck. Ich verfolgte alles mit Interesse, entdeckte, wie ein kleines Beiboot zu Wasser gelassen wurde, in dem mehrere Menschen saßen. Langsam kam es auf mich zu, obwohl es weder Segel noch Ruder hatte. Es trieb nicht, sondern wurde auf eine geheimnisvolle Art angetrieben und gesteuert. Kurz bevor das Boot den Strand erreichte, konnte ich langes wehendes Haar erkennen und unterschiedliche Hauthelligkeiten. Als das Boot anlegte, konnte ich erkennen, dass es sich um sechs Frauen handelte. Alle waren verschieden groß, ihre Körper waren atemberaubend, jede schien aus meinen Gedanken entsprungen zu sein. Jetzt begriff ich, warum sie unterschiedlich hell oder dunkel waren. Ihre Hautfarben waren verschieden. Eine war rot, eine blau eine andere grün, Bekleidung trugen sie nicht. Jede Farbe schien vertreten zu sein. Jede hatte eine Fackel entzündet und kamen auf mich zu. Ihre Haut war glatt und seidig, kein Härchen durchbrach die Reinheit. ...