1. Das Aschenputtel


    Datum: 28.06.2023, Kategorien: Sonstige, Autor: lost_of_mind

    ... neuen Bekleidung abhalten. Ich rückte also zwei der Sitzsäcke zusammen, ließ mich schwer in die weiche Kugelfüllung plumpsen. Doro legte schöne langsame Musik auf, zu der sie auch gut tanzen konnte.
    
    Wozu hatten wir einen Fernseher beschafft? Das Programm von Doro jedenfalls hätte mir für die nächsten Jahre mehr als gereicht. Enthemmt vom Wein und voller Freude auf ihre neue Bekleidung zog sie eine echte Show ab. Kurz wunderte ich mich woher sie das so gut konnte. Jahrelange Übung oder Naturtalent? Sie tanzte. Voller Schwung und Elan wechselten sich lasziver Striptease und gekonntes anziehen ab. Ich war Steinmüde, jedoch konnte ich mich ihrem Anblick einfach nicht entziehen. Fehlte nur noch eine deckenhohe Stange im Raum.
    
    Doro kaufte nur freche Kleider, Blusen und Röcke, was ihr wirklich sehr gut stand. Zu jedem Kleid die passende Strumpfhose und passende Schuhe. Ich fragte mich ob sie jetzt nur noch mit solch hohen Schuhen laufen wollte, entweder müsste ich mich dann Anpassen oder mich damit Abfinden, dass sie mich immer deutlich überragen würde. Und woher kam nur ihre plötzliche Vorliebe für so hohes und zierliches Schuhwerk?
    
    Doro konnte sich mittlerweile auch erstaunlich gut mit hohen Schuhen bewegen, sogar tanzen. Da sie doch relativ zierlich und leicht war würden die Auswirkungen auf Dauer für ihre Füße nicht allzu schlimm werden. Aber sie konnte es wirklich tragen und es stand ihr alles ausgezeichnet.
    
    Hatte sie also doch Geschmack? Was hatte sie nur bisher ...
    ... immer dazu Bewogen, so schmuddelig umher zulaufen? Finanzielle Not? Oder war es ihr momentaner Gemütszustand? Ich hoffte so sehr dass sie auch etwas verliebt wäre. In mich natürlich! Konnte sie das Überhaupt? In eine im Vergleich zu ihr so alte Frau? Was hatte ich ihr eigentlich zu bieten? Emotional? Körperlich? Vor allem Körperlich! Außer den finanziellen Dingen? Jeder Zweifel wurde im Keim erstickt, so wie sie mich immer wieder ansah, so erregend wie sie nur für mich tanzte.
    
    Der Wein und die Ereignisse des Tages ließen uns spät auf den Säcken aneinander gekuschelt einschlafen, fast hätte ich am nächsten Morgen verpennt. Der Arbeitstag verging schnell und seit vielen Jahren freute ich mich endlich eilig in meine Wohnung zu kommen. Es begann wieder eine Wohnung zu werden, in der gelebt wurde. Und geliebt.
    
    Freute ich mich jetzt mehr auf die Wohnung oder auf meine Mitbewohnerin? Voller Neugierde ob und was sie wieder ausgebrütet hat in ihrem jugendlichen Leichtsinn, ob mich eine Überraschung erwarten würde. Mit Hausarbeit würde sie mich ganz sicher nicht überraschen, das war mir von Anfang an auch klar geworden.
    
    "Hallo Doro!" "Hallo Sonja!"
    
    Sie begrüßte mich mit einem innigen Kuss in einem langen weiten T-shirt und mit Pantoletten von mir, zierliche Riemchen-Keilpantoletten mit halbhohem Absatz. Für mich waren sie bereits zu abgetragen, ich rutschte mit den Zehen schon etwas zu weit durch über die Sohle hinaus. Doro hatte jedoch eine Schuhnummer größer, ihr passten ...
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