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Das Aschenputtel
Datum: 28.06.2023, Kategorien: Sonstige, Autor: lost_of_mind
... Bewerbungen ins Blaue hinein und es kamen auch immer wieder Antworten, die sie jedoch bei ihrer Mutter lagerte. Bei diesen Entscheidungen sollte ich also aussen vor Bleiben? Auch ich war mir zu dieser Zeit nicht so sicher. Unbestritten war ich total verknallt in Doro. Ich genoss mein Leben, welches sich zu einem Wirbelwind verändert hatte. Gleichzeitig wünscht man sich als reifere Frau auch wieder etwas mehr Ruhe und vorhersehbare Sicherheit, Planbarkeit. Einen Partner der zum Familieneinkommen mit bei trägt und nicht nur beim Geld ausgeben hilft. Das waren so Momente wo ich mir gelegentlich einen Mann im Leben zurück zu wünschen begann. Männer sind in sich einfach berechenbarer. Eines Abends sassen wir zusammen und plauderten über Zukunft. Besser über ihre Zukunft, in der ich scheinbar nur Kurzfristig mit vor kam. Dummerweise rutschte mir versehentlich raus dass ich mir wieder einen Mann suchen würde wenn das mit ihr auseinander fallen würde. Keine Ahnung ob sie das gekränkt hatte oder provoziert. Sie sah mich sehr lange sehr durchdringend an und kommentierte das nur mit einem: "Soso. Ein Mann!" Bevor sie wieder über ihre beruflichen Möglichkeiten zu referieren begann. Meinen Vorschlag sie solle doch mal über ein Studium als Apothekerin nachdenken ignorierte sie. Dafür kamen immer wieder mal so Worte wie Bundeswehr oder Zoll ins Thema. Aber ich verstand nicht wofür sie dazu studieren müsste? Freitag, 14.40 Uhr. Acht lange, für mich planlose und deshalb auch ...
... spannende Tage waren vergangen. Ich vermutete dass auf der Baustelle zuhause nun Aktion sein könnte, Bettina hatte sich ja angekündigt. Meine Ablösung zur Schicht kam wie so oft in letzter Zeit mit deutlicher Verspätung und ohne jede Entschuldigung. Kann es sein dass alle mit mir nur noch machen was sie wollen? Dabei wollte ich doch gerade an diesem Tag schnell nach Hause, ich hatte diesen Samstag frei weil mein Kollege unbedingt tauschen musste und wollte sehen was da mit Hilfe von Bettina in meinem Schlafzimmer vor sich gehen sollte. Auf den Bus wollte ich nicht warten, eilte zu Fuß nach Hause. Wobei mir das rasche Gehen sehr leicht fiel, die Gehwege waren geräumt und gestreut, die letzten Wochen hatte ich etliche Kilo abgenommen. Voller Erwartung öffnete ich die Wohnungstüre, ein Geruch von Sägespänen, Leim und Farbe schlug mir entgegen. Meine Eile war völlig vergebens, denn Doro begrüßte mich in einer alten weiten Jogginghose und einem alten bekleckerten Hemd mit einer Basecap nur knapp, drückte mir meine Sporttasche in die Hand. "Du wolltest doch ins Hallenbad etwas Schwimmen gehen?" Sagte Sie. "So, wollte ich?" Antwortete ich verdutzt. "Ja," lachte mich Doro an. "Wolltest du. Und lass dir Zeit dabei." Vorsichtig versuchte ich mich an ihr vorbei zu drücken, Vergeblich, sie verstellte mir immer wieder den Weg. In meiner eigenen Wohnung. Langsam trottete ich zur Bushaltestelle. Warum machen mit mir immer alle... Langsam zog ich im erfrischenden Wasser meine ...