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Kapitel1: Mein schönstes Geburtstagsgeschenk - Der schöne Knecht!
Datum: 07.05.2024, Kategorien: Sonstige, Autor: cowriter11
... herrichten will. Heute ist der Tag der Tage, alles muß perfekt sein. Dieses 190 Zentimeter große Mauerblümchen wird heute sein volles Potential entfalten, und ich weiß auch schon, wo. Ich setze mich ans Fenster, Muttis Schminkspiegel vor mir, und auch mein neues Schminkset. Ebenfalls vor mir liegt der Schminktip aus meinem Magazin, für den ich mich entschieden habe. Es soll ein richtig sommerlicher Look werden, mit fröhlichen und sonnigen Farben, so richtig zum Anbeißen. Nach etwa zehn Minuten schminken merke ich, daß irgendwas nicht stimmt. Ich vergleiche mein Spiegelbild immer wieder mit dem Bild des schönen Mädchens im Magazin. Die sieht mir sogar ähnlich, blonder Pagenkopf, große dunkle Augen, üppige braune Augenbrauen, die ich sicher nicht zupfen werde. Aber obwohl ich schon so viel über das richtige Schminken gelesen habe, scheinbar ist es doch schwieriger, als ich dachte. Meine Versuche, mein Aussehen zu korrigieren, machen alles aber nur noch schlimmer. Entnervt breche ich ab und gucke ein letztes Mal in den Spiegel. Verdammt, ich sehe aus, wie Frankensteins Braut. Das war wohl nix, also wieder runter mit dem ganzen Scheiß, und frisch an' s Werk. Endlich, nach einer weiteren Stunde, sehe ich ungefähr so aus, wie mein Vorbild. Jetzt noch ein wenig Parfüm, habe ich ja auch geschenkt bekommen. Nachdem ich ja früher schon mal mit Mutti experimentiert hatte, weiß ich heute, daß ich hier sparsam sein muß. Einmal hatte ich mir so viel von dem Zeug ...
... draufgekippt, daß Vati sich halb totgelacht hatte. "Dich nehme ich jetzt mit in den Schweinestall. Wird dann viel leichter sein für mich, dort auszumisten. Ich rieche von der Scheiße ja gar nix mehr." So, und jetzt anziehen, die Kombi weiß ich ja schon. Meine neuen Pantoffel. Die Zehennägel sind ja schon lackiert, rot. Da kann nichts schiefgehen. Mein neuer blauer Rock. Ich habe einfach die Länge ein wenig korrigiert, indem ich den Saum mit Stecknadeln angehoben habe. Jetzt fällt das Ding zwar nicht mehr so perfekt, aber sein Blick soll ja nicht auf meinen Rock fallen, sondern auf meine Beine. Höschen? Nö, warum alles unnötig verkomplizieren. Das weiße Top, wo ein wenig von meinem kleinen Bäuchlein sichtbar bleibt. Da hat Mutti mir ja sehr geholfen, es bei Vati durchzuwinken. Ein paar Extraküsschen für ihn, direkt im Geschäft. Büstenhalter ist nicht notwendig, wär' ja schlimm, bin 14. Ich gucke in den großen Spiegel an der Kastentür, so aufgebrezelt habe ich mich noch nie zuvor in meinem Leben. Und ich sehe toll aus, keine einzige Göre im Dorf kommt an mich ran. Mann, ich kanns nicht mehr erwarten, wie werd ich ihm wohl gefallen? Wenn ihn das nicht auf Touren bringt, weiß ich auch nicht mehr. Ich hab doch genau den typischen Look der braven Bauerntochter, die gleich Salzgurken einlegen wird, Hihi. Ich nehme das Heftchen mit, daß ich neulich in der Stadt mitgenommen hatte, und gehe in den Wirtschaftsraum, wo die sterilisierten Einmachgläser schon auf Ihren neuen Inhalt warten. ...