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Alles Nicht So Einfach
Datum: 11.05.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byHotFifi
... seinen Fahrgast unauffällig im Rückspiegel. Sein Herz klopfte hart seit dem Moment, in dem er die Frau wiedererkannt hatte. Sie war vor genau 13 Tagen schon einmal mit ihm gefahren und seither dachte er an sie. Sebastian konnte nicht genau sagen, warum. Sie war sehr hübsch, aber sicher keine klassische Schönheit. Ungefähr erste Hälfte 30, schätzte er. Dunkle, kinnlange, glatte Haare, grünliche Augen, soweit er das erkennen konnte, eine auffällige, rechteckige Brille. Die schwarze Fassung fand er zu hart für ihr Gesicht, aber das war Geschmacksache. Sie musste etwa 1,60 groß sein, vielleicht auch etwas größer, schlank, aber nicht dünn. Durchschnitt, alles in allem. Und trotzdem spukte sie durch seine Gedanken, seit sie mit ihm gefahren war. Er fühlte sich wie eine Fliege, die der Pheromonfalle nicht entkommen konnte, obwohl er sich für klüger hielt als ein Insekt und wusste, wie sexuelle Anziehung entstand. Ändern konnte er daran trotzdem nichts. Nun war die Frau tatsächlich wieder da. Sein Wunsch war in Erfüllung gegangen. Leider wurden dadurch neue Wünsche ausgelöst. Sie näher kennenzulernen, beispielsweise. Küssen, heiraten. Die Gefühle schienen jedoch nicht gegenseitig zu sein. Sebastian glaubte nicht einmal, dass sie ihn überhaupt wiedererkannt hatte. Sie war eingestiegen, hatte ihr Ziel genannt und starrte seither auf ihr Handy. Da er sein eigenes kleines Ein-Mann-Unternehmen war, hatte er einen idealen Vorwand, die Frau anzusprechen. Immerhin würden sie mehr als ...
... eine halbe Stunde fahren. „Freut mich, dass Sie wieder mit mir fahren", sagte er freundlich. Sie sah auf. Fragend musterte sie ihn von schräg hinter ihm. Er konnte zusehen, wie sie dachte. Sie durchforstete offenbar ihr Gedächtnis, um herauszufinden, ob sie ihn tatsächlich kannte oder ob es eine plumpe Anmache war. Er hatte mit dieser Annahme recht. Svenja überlegte krampfhaft, ob er die Wahrheit sagte. Sie hatte aber keine Ahnung, wenn sie ehrlich war. Jeder Mann in ihrem Umfeld verschwamm vor ihren Augen, wenn es sich nicht um Omar handelte. Sie entschied sich für ein höfliches Lächeln und schwieg. Einerseits wollte sie nicht unfreundlich sein, andererseits aber keinesfalls einladend wirken. Sebastian gab nicht auf. „Ich habe Sie vor zwei Wochen zum Metropolkino gefahren. Sie haben Ihre Jacke vergessen und im letzten Moment noch einmal die Tür geöffnet." Die Miene der Frau erhellte sich. „Tatsächlich! Jetzt weiß ich es wieder. Das waren Sie? Es tut mir leid, aber ich hatte in der letzten Zeit so viele Taxifahrten." „Wenn Sie öfter fahren, gebe ich Ihnen beim Aussteigen gerne meine Karte. Dann können Sie mich direkt anfordern und bekommen einen Stammkundenpreis. Nur wenn Sie wollen, natürlich." „Gerne!" Diesmal war ihr Lächeln eindeutig erfreut und nicht nur höflich. Sebastian schwieg wieder. Nun lag es an ihr, ob sie plaudern wollte. Er musste nicht lange warten. „Fahren Sie nur nachts?" „Nein, jederzeit, ich muss es nur rechtzeitig wissen, wenn ...