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Alles Nicht So Einfach
Datum: 11.05.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byHotFifi
... Sie eine Fahrt tagsüber brauchen." Sie nickte. „Gut zu wissen." Ich werde es testen und wenn er zuverlässig ist, warum nicht, dachte Svenja bei sich. „Zu arbeiten, wenn andere feiern, ist aber auch nicht immer lustig, oder?" „Bei wem ist arbeiten schon immer lustig?" Sebastian zuckte mit den Schultern. „Vor Corona habe ich in einem Reisebüro gearbeitet, da hätte ich auch gerne mit manchem meiner Kunden getauscht." „Möchten Sie nicht wieder dorthin zurück?" Sebastian verneinte. „Bis die Branche sich wirklich erholt hat, wird es noch dauern. Erst Pandemie, jetzt Teuerungswelle. Das ist mir zu unsicher. Außerdem war der Taxischein teuer. Solange es passt, fahre ich weiter." „Verstehe." Svenja widmete sich wieder ihrem Handy. Minuten verstrichen. „Ich war auch vor Corona schon selbständig", sprach sie schließlich weiter. „Ich erarbeite IT-Sicherheitskonzepte für Firmen. Das habe ich immer schon von zu Hause aus gemacht und es gab auch keinen Rückgang bei den Aufträgen. Ich gehöre damit zu den wenigen, die keine Nachteile hatten." „Einsamkeit?" Sebastian war dankbar für den Aufhänger, ihren Beziehungsstatus herauszufinden. „Nicht einmal das. Ich wohne im Grünen und komme sehr gut mit mir alleine aus. Kinder musste ich auch keine bespaßen, ich habe wirklich keinen Grund zu jammern. Im Gegenteil. Ich habe es genossen, keine Ausreden für Partyabsagen erfinden zu müssen. Es fanden keine statt." Sie lächelte schelmisch. Sebastian wäre sehr gerne an den ...
... Straßenrand gefahren, um sie zu küssen. Stattdessen fragte er: „Sind Sie dann heute beruflich unterwegs? In der Karmeliter-Bar ist doch die Party von diesem Radiosender, oder?" Wieder lächelte sie, wieder fühlte er den Drang, sie zu küssen. Verdammt noch mal, er kannte nicht einmal ihren Namen und war sicher, für immer mit ihr leben zu wollen? Was war bloß mit ihm los? „Fast richtig. Ich werde dort jemanden treffen, aber es ist nicht direkt beruflich." Sie sagte nichts mehr und er fragte nichts mehr. Er ließ sie vor der Bar aussteigen, überreichte ihr mit der Quittung seine Karte und wünschte ihr einen schönen Abend. Als er um die Ecke bog, atmete er einmal tief durch. Svenja sah auf die Visitenkarte. Sebastian Quinn. Ob er mit Freddie verwandt war? Unsinn, das war doch nur ein Künstlername. Sie dachte noch einmal an die Taxifahrt. Netter Typ. Damit steckte sie die Karte ein und vergaß den Mann. ------- „Jaaa?" Gedehnt und nicht allzu freundlich beantwortete Claudia am nächsten Tag Svenjas Anruf. „Es hat geklappt!", rief diese ihr triumphierend entgegen. „Ich habe gestern mit Omar gesprochen!" Claudia wartete Svenjas Jubel wortlos ab. „Claudi? Bist du noch dran?" „Ja. Und wie war es?", fragte sie immer noch deutlich reserviert. Sie liebte Svenja wie eine Schwester, doch in diesem einen Punkt wollte sie sie einfach nicht unterstützen. Svenja machte sich strafbar, wenn sie dem Typen hinterherspionierte und das wusste sie auch. Warum riskierte sie es also? ...