Dienstreise
Datum: 28.12.2018,
Kategorien:
Bisexuell,
Autor: sandy
... wechselvollen Bezie- hung. Wir hatten uns nach langen ermüdenden Diskussionen für eine gemeinsame Wohnung, für ein gemeinsames Leben entschie- den. Trotz aller vorherigen Bedenken waren wir sehr glücklich, wir führten eine offene Beziehung, wir hatten keine Affären, aber wir gaben uns den Anschein, dass wir tolerant genug wären dies zu akzeptieren, wenn es soweit kommen sollte. Was waren wir doch für elende Heuchler, ich behielt seine Kontakte zu anderen Frauen im Auge und er behielt meine Kontakte zu anderen Männern im Auge. Aber wir waren beide sehr diskret, es gab keine Szenen, keine bohrenden Fragen, wir hatten auch keinen Grund, Tom hatte keine Affären (ihm waren Fremdflirts oft schon unangenehm) und ich war so glücklich und zufrieden, dass ich keinen Grund hatte mein Auge schweifen zu lassen. Also ließ unser beider Wachsam- keit im lauf der Zeit nach.
Dann stand wieder einmal eine Dienstreise an, diesmal nach Berlin, ein internationaler Kongress. Ich reise gern in die Hauptstadt, das pralle Leben, außerdem wohnte eine andere gute Freundin von mir dort, die ich gerne wieder mal sehen wollte.
Ich traf mich mit Julia im Cafe, wir plauderten über alles mögliche bis sie mich nach dem Kongress fragte und ob ich auch nach Berlin fahren würde. Ich bestätigte ihr, dass ich teilnehmen würde, und den Flug schon gebucht hätte. Sie wollte wissen ob ich bei Monika, meiner Freundin, unterkommen würde. Und das war nun wirklich ein Problem, eigentlich hatte ich vorgehabt bei ...
... ihr zu wohnen, aber die Ereignisse hatten sich etwas überstürzt. Moni wohnte mit ihrem sehr gewöhnungsbedürftigen Freund in etwas beengten Verhältnis- sen zusammen, und sie hatten gerade ziemlich Stress miteinander.
So was musste ich nicht haben und ich hatte mich schon nach an- deren Übernachtungsmöglichkeiten umgehört, aber es war ziemlich schwierig, weil in Berlin natürlich immer viel los ist und ich wollte möglichst zentral und nicht zu teuer logieren. Ich erzählte Julia von meinem Dilemma und sie bot mir an bei ihr im Hotel unterzukommen. Sie fuhr alleine und hatte nur noch ein Doppelzimmer im Frauenhotel in Mitte bekommen. "Ah ha" sagte ich, "Frauenhotel - keine Männer weit und breit also". Sie lachte, "keine Männer weit und breit" bestätigte sie. "Na, das wird Tom sicher freuen", sagte ich. Ich war froh über Julias Angebot, wollte aber noch mal mit Moni telefonieren und das Terrain sondieren.
Lange Rede kurzer Sinn, die Beziehung von Moni stand vor dem Ende und ich logierte bei Julia im Frauenhotel, nicht gerade luxuri- ös aber ganz nett für die alleinreisende Frau von Welt und vor allem sehr zentral. Tagsüber hörten wir uns unterschiedlich lang- weilige Vorträge an und nahmen an deutlich interessanteren Workshops teil. Am ersten Abend gingen wir getrennte Wege und trafen uns erst im Hotel wieder, wo wir beide erschlagen vom Tag ins Bett fielen und nicht mehr groß miteinander redeten.
Am zweiten Abend hatte ich mich mit meiner Freundin Moni ge- troffen und sie ...