1. Dienstreise


    Datum: 28.12.2018, Kategorien: Bisexuell, Autor: sandy

    ... Seite des Betts. Wir bemühten uns noch kurz und angestrengt aber erfolglos um unverfängliche Konversation und löschten dann ziemlich schnell das Licht. Wunder, Wunder, wir konnten beide nicht einschlafen und wälzten uns hin und her.
    
    Es ließ mir keine Ruhe, warum hatte mich Julias Kuss so aus dem Gleichgewicht gebracht, daraus ergab sich natürlich eine weitere noch viel brennendere Frage, warum hatte ich beim Masturbieren in der Nacht davor an Julia gedacht, oder war es vielleicht so ge- wesen, das ich an Julia gedacht hatte und dann erst angefangen hatte mich selbst zu befriedigen und warum hatte sie mich über- haupt geküsst? Und dann platzte es aus mir heraus, "warum hast du mich eigentlich geküsst?" fragte ich in die Stille und Dunkelheit hinein. Ich konnte spüren, wie Julia auf ihrer Seite erstarrte aber sie sagte nichts. Das Schweigen dauerte scheinbar eine halbe Ewigkeit, dann drehte sie sich in meine Richtung, stützte sich auf ihrem Ellenbogen auf und sah mich an, ich vermutete zumindest, dass sie mich ansah, denn ich konnte nur ihre Konturen erkennen. Und dann fing sie an zu sprechen.
    
    "Weißt du, ich mochte dich von Anfang an unheimlich gern, deine Art mit Menschen umzugehen, deinen makaberen Humor, deine ironischen Kommentare über die Unwägbarkeiten des Lebens, deine Hände, wie du sie bewegst, wie du riechst, deine strahlenden dunk- len Augen, dein Lachen und du musst zugeben, du hast mich vom ersten Tag an gefördert und protegiert, ohne deine Unterstützung ...
    ... wäre ich nie so weit gekommen. Du hast mich angemacht."
    
    Mir stockte der Atem, ich hatte sie angemacht - nein - dachte ich das ist nicht wahr. Ich hörte sie leise lachen, "na ja, du hast es ganz gut versteckt, aber du hast mich angemacht, vielleicht nicht mit konkreter sexueller Absicht, aber eine erotische Spannung war immer wieder mal zwischen uns zu spüren. Sei ehrlich Sandra."
    
    Ich schwieg und dachte angestrengt nach, war da etwas zwischen uns gewesen all die Jahre, das ich mir nicht eingestanden hatte, ich war verunsichert und wusste gar nichts mehr. Aber ich muss zugeben ich war neugierig, "wann soll das denn gewesen sein, nur mal ein Beispiel?"
    
    "Wir hatten Phasen, da hast du keine Gelegenheit zum Körperkon- takt ausgelassen." Stimmt nicht dachte ich, doch plötzlich zogen verräterische Bilder an meinem inneren Auge vorbei, wie oft hatte ich mich an ihrem Schreibtisch über sie gebeugt ihr die Hand auf die Schulter gelegt, sie in den Arm genommen, oder einmal, wir waren aufs Land gefahren, noch mit einigen anderen, Julia und ich hatten uns abgesetzt. Wir lümmelten unter einem Baum auf der Wiese, ihr Kopf lag in meinem Schoß und ich kitzelte sie die ganze Zeit mit einem Grashalm, bis sie sich wehrte und wir zu rangeln begannen und ich plötzlich auf ihr lag. Ich wurde rot und musste schlucken.
    
    "Was hättest du mit mir gemacht?" fragte ich Julia.
    
    Sie gab ein komisches Geräusch von sich, das ich zunächst nicht deuten konnte, aber es entwickelte sich zu einem ...
«1...345...»