1. Ein Leben in Bedrangnis Neubeginn 09


    Datum: 05.04.2020, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byachterlaub

    ... Partytisch und stellte zu meiner Überraschung fest, dass Frau Hoffmann noch da war, ihr Mann indes fehlte.
    
    Da lag es natürlich nahe zu glauben, dass die beiden sich weiter vergnügen. Aber wo konnten sie sein? Hätte ich Frau Hoffmann darauf angesprochen, würde es möglicherweise zu ungewollten Komplikationen führen. Sie wollte ich auf keinen Fall fragen, zumal sie die Abwesenheit ihres Gatten auch nicht bemerkt zu haben schien.
    
    Die Frau hatte, wie man so sagt, kräftig getankt. Wenn sie hin und wieder aufstand, um ihr Kleid zu richten, musste sie sich am Tischrand festhalten. Hätten die ihr gegenüber sitzenden Gäste nicht sofort eingegriffen, wäre sie einmal beinahe mit dem ganzen Partytisch hintüber gestürzt. So blieb es bei etlichen Flaschen, die hinunterkullerten.
    
    Überhaupt wurde es jetzt Zeit, diese Frau nach Hause zu geleiten. Sie hatte ein Stadium mangelnder Selbstkontrolle erreicht, das ihr selbst, aber auch den verbliebenen Gästen mehr als peinlich würde. Hatte sie zunächst nur wahllos herumgeknutscht, fing sie später an, einige männliche Gäste auf schon unangenehme Weise zu bedrängen.
    
    Meinem alten Freund Helmut ging sie an die Wäsche. Ganz ungeniert und unvermutet fasste sie ihm in den Schritt. Später kam sie von ihrer Tour noch einmal vorbei. Ich saß gerade unmittelbar neben Helmut. Wir waren in ein Gespräch über vergangene Zeiten vertieft, da setzte sich Frau Hoffmann neben ihn.
    
    Zunächst schien sie interessiert zuzuhören. Dann begrabbelte sie erst ...
    ... seinen Arm, später fuhr sie mit der Hand über seinen Oberkörper und strich ihm über die stark behaarte Brust, nachdem sie einige Knöpfe seines Hemdes gelöst hatte.
    
    Doch das sollte dieser Frau nicht genug sein. Denn danach zog sie ihm behände und ohne dass er es wohl merkte den Reißverschluss seiner Hose hinab. Erst als sie seinen Schwanz aus dem Hosenstall bugsiert hatte und sich gerade hinabbeugte, um ihn in ihren Mund aufzunehmen, sprang Helmut irritiert auf.
    
    Die anderen am Tisch schauten verlegen zur Seite, als sie den schon im unerigierten Zustand mächtigen Riemen dieses Mannes sahen. Ich war während dessen aufgesprungen und habe flugs dafür gesorgt, dass Frau Hoffmann unseren Tisch verlässt.
    
    Jedenfalls war auch sie dank hilfreicher Unterstützung von Gundula und der großen Elisabeth endlich gut zu Hause angekommen. Die anderen Gäste verstanden dies zugleich als Zeichen, dass sie uns bald verlassen sollten. Sie suchten ihre Jacken und Handtaschen zusammen, bedankten sich für unsere Gastfreundschaft und machten sich durch den inzwischen fast dunklen Garten auf nach Hause.
    
    Rasch waren zwei Taxen bestellt, die auch schon bald vor dem Haus mit laufendem Motor warteten. Als das Gebrumm der Motoren leiser wurde, legte sich Stille über das Haus. Die kleine Elisabeth hatte ihren Freund schon vor geraumer Zeit verabschiedet und schlief. Wir verbliebenen drei beschlossen, alles stehen und liegen zu lassen.
    
    Regen war nicht angesagt. Es wäre genug Zeit den morgigen Tag mit ...
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