1. Der Fetisch-Bauernhof 05


    Datum: 03.06.2020, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byPhiroEpsilon

    ... durch einen überraschenden Zufall konnte ich das auf meinem eigenen Schlachtfeld tun.
    
    Ich verharrte kurz, atmete ein paarmal, um mich zu sammeln, und trat dann nach draußen.
    
    Der Bierlaster dockte gerade mit seiner Rückseite an unsere Laderampe an. Es zischte, und die Klappe öffnete sich. Ein Robert erschien, und begann die Lieferung auszuräumen. Jedes der 50-Liter-Fässer brachte er erst zu einem RFID-Scanner in Kniehöhe; der blinkte grün, und Robert brachte das Fass ins Lager.
    
    Der Bierfahrer schwang sich auf die Laderampe und lief scheinbar ganz zufällig ganz nahe an dem Scanner vorbei. Es blinkte grün. Ich lächelte zufrieden. Genau, was ich vermutet hatte.
    
    Ich räusperte mich.
    
    Der Bierfahrer schoss herum und starrte mich an. Dann senkte sich sein Blick etwas und er starrte auf meine Brüste, die von dem halb durchsichtigen Kleid nicht wirklich verborgen wurden. Dann fiel sein Blick noch tiefer, an die Stelle knapp über meiner Muschi, wo ein dunkler Fleck durch das Material schien.
    
    "Meine Augen sind hier oben", sagte ich.
    
    Sein Kopf schoss hoch. "Ich—äh—" Seine Augen wurden untertellergroß. "Aumann? Du—äh— Lange nicht gesehen."
    
    "Gerhard", sagte ich so scheißfreundlich lächelnd, wie man es nur im Bankgewerbe lernen kann. "Wie überraschend!"
    
    Wäre ich in dem Moment wirklich überrascht gewesen, wäre ich wahrscheinlich schreiend davongelaufen. Doch wie das Leben so spielt, hatte ich zwei Wochen Zeit gehabt, mir diese Begegnung im Geist immer wieder ...
    ... vorzuspielen. Ich hatte sogar ein paar Privatstunden in Zimmer dreizehn eingelegt und mir mein Gegenüber von Galadriel animieren lassen.
    
    Es hatte damit begonnen, dass Janina stöhnend im Büro über dem Computer gebrütet hatte.
    
    "Was ist denn los?", fragte ich.
    
    "Da ist eine Differenz beim Bierverbrauch", sagte sie, richtete sich auf und versuchte, ihren Nacken zu entspannen.
    
    Ich trat hinter sie und begann, ihre Schultern zu massieren. "Zeig mal. Mein Master in Ökonomie muss ja wohl zu irgendetwas gut sein."
    
    "Wir haben weniger Bier im Lager, als geliefert wurde."
    
    Ich runzelte die Stirn. "Auch weniger als wir bezahlt haben?"
    
    "Genau das."
    
    Wir gingen den Liefervorgang durch und nach einiger Zeit hatte ich einen Verdacht. "Phantomlieferungen", sagte ich. "Da muss jemand den Scanner austricksen. Anders kann ich mir das nicht erklären. Zeigst du mir mal die Lieferscheine?" Das Herz blieb mir stehen, als ich den Namen sah.
    
    Gerhard Haxlgruber war der Name des Kerls, der mir damals die K. O.-Tropfen untergejubelt und mich aller Wahrscheinlichkeit nach vergewaltigt hatte. Ich wusste, dass seinem Vater eine Großbrauerei gleichen Namens gehörte, also war die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich tatsächlich um ihn handelte. Doch der Kerl war inzwischen fast dreißig und sollte eher Juniorchef sein statt Bier auszufahren.
    
    "Ist was?", fragte Janina besorgt.
    
    "Ja", sagte ich. "Ich denke, ich kenne den Namen, aber ich muss sichergehen."
    
    Ein paar Stunden Recherche ...