1. Der Anwalt II


    Datum: 15.09.2020, Kategorien: CMNF Autor: RebeccaMontez

    ... nicht sagen woran es liegt, aber Männer können Julia nicht weinen sehen. Da bricht jegliche Vernunft weg. Jedewedes logische Denken hört auf zu sein.
    
    Julia weinte, der Richter gab ihr sein Taschentuch, hatte einen Arm um sie gelegt, streichelte ihren Kopf und flüsterte ihr leise tröstende Worte zu.
    
    Ich stichelte weiter: “Wissen Sie Dieter, als vor Jahren mal ein Junge, ich glaub Timo hieß er, zu ihr ganz offen sagte, daß er mit ihr schlafen möchte, weil er sie liebe, da hätten sie sie erleben sollen. Nervenzusammenbruch, sie schrie und tobte, über eine halbe Stunde lang und nein, ich übertreibe nicht. Anscheinend reicht es ihr ja, wenn sie sich einmal im Monat einen runterrubbelt”.
    
    Julia mit tränenerstickter Stimme: “Rebecca, wie Du sowas intimes vor einem Fremden aussprechen kannst...”.
    
    Julia stand auf, der Richter ebenfalls.
    
    “Ich gehe, nein, halten Sie mich nicht auf, ich will in meine Kabine”, schluchzte sie.
    
    Dabei schwankte sie, aber der Richter hielt sie.
    
    “Ich bring Sie Julia”
    
    Ich blieb sitzen, warf aber noch hinterher: ”Einmal im Monat rubbelrubbel, sonst ist da nichts Dieter...”.
    
    Worauf Julia wieder laut aufheulte.
    
    “...gar nichts”.
    
    Der nächste Morgen, Frühstück, der Richter und ich.
    
    “Guten Morgen Dieter”.
    
    “Guten Morgen Rebecca”.
    
    “Dieter, ich muss mich entschuldingen wegen meines unmöglichen Benehmens”.
    
    Der Richter wirkte unkonzentriert: “Wie, achso ja, nicht so schlimm Rebecca, machen Sie sich keine Gedanken”.
    
    “Und, haben Sie Julia sicher zu ihrer Kabine geleitet?”.
    
    “Wie?”
    
    “Ob Sie Julia sicher zu ihrer Kabine brachten?”.
    
    “Oh ja, natürlich. Sicher zu ihrer Kabine gebracht, ja, ja”.
    
    Wir saßen ein paar Minuten schweigend da.
    
    “Wollen Sie sich nichts vom Buffet? Keinen Hunger?”
    
    Ich wartete auf eine Antwort, als keine kam:
    
    “Soll ich Ihnen was holen?”
    
    “Wie? Nein, hab keinen Hunger. Rebecca ich muss mit Ihnen reden”.
    
    “Das tun wir doch schon Dieter”.
    
    “Nein, nein, anders reden”.
    
    Er hatte den Kopf gesenkt: “Ich bin..., Rebecca, ich habe eine unverzeihliche Dummheit begangen”.
    
    “Was ist denn?”
    
    Er schaute mich ernst und bedeutungsvoll an, sagte aber kein Wort.
    
    Ich zählte im stillen auf zwanzig.
    
    “Nun sagen Sie nur nicht, daß Sie und Julia, daß Julia und Sie...”
    
    Er schwieg, schaute mich nur an.
    
    Ich lachte laut auf: “Das glaub ich nicht, nicht Julia, nicht meine Schwester Julia, nicht diese Unschuld vom Lande”.
    
    Ich schaute ihn prüfend an: “Ist es wirklich wahr?”
    
    Er nickte: “Ich habe mich letzte Nacht vergessen”.
    
    Er litt wirklich, Zeit die Sache wieder ins rechte Licht zu rücken,
    
    “Und wo ist nun genau das Problem? Zwei volljährige Menschen haben es, ich geh davon aus, in gegenseitigem Einverständnis, miteinander getan. Richter, wo ist denn nun das Problem?”
    
    “Ach Rebecca, sehen Sie denn das nicht? Dieses unschuldige junge Ding hat zum ersten Mal Sex und das mit einem Mann der älter ist wie ihr Vater. Was nun wenn Julia einen Schaden ...
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