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Geliebter Dämon 15: Das Alte Böse
Datum: 09.01.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byPhiroEpsilon
Warnung: Nicht wirklich Sex 15 Das Alte Böse Langsam kam ich zu mir. Ich lag auf dem Rücken, Arme und Beine ausgestreckt. Jeder Muskel in meinem Körper tat weh. Ich versuchte, festzustellen, wo die Schmerzen herkamen, aber konnte es nicht. Alles fühlte sich an, als wäre ich in Watte gepackt. Ich öffnete die Augen. Im Halbdunkel, das von flackerndem rotem Licht nur notdürftig erhellt war, konnte ich meine Umgebung mehr erahnen als sehen. Ich befand mich in einer Zelle. Vielleicht zwei mal zwei Meter groß, die Decke kurz über meinem Kopf. Um meine Hand- und Fußgelenke lagen breite Metallringe; daran waren Ketten befestigt, die wiederum an den dicken Stäben der Zelle. Alles war aus einem Material, das auf den ersten Blick wie Eisen aussah. Auf den zweiten Blick schien es schwarz zu schimmern. Ich hatte die Fesseln wohl schon so lange an, dass sie die Temperatur meiner Haut angenommen hatten. Ich richtete mich auf. Ich versuchte es zumindest. Die Ketten ließen mir nur ein paar Zentimeter Spiel. Als ich stärker an ihnen zerrte, bohrten sich die Kanten schmerzhaft in meine Haut, und ich begann sofort zu bluten. Die Zelle stand in der Mitte einer riesigen Höhle. Ich konnte nicht erkennen, woher das rote Licht kam. Der einzige Trost in meiner Lage war es, dass man mich nicht ausgezogen hatte; nackt auf Felsboden zu liegen war nicht eine meiner Lieblingsfantasien. Allerdings sah meine Kleidung aus wie am ersten Abend, bevor ich herausgefunden hatte, wie ich sie ...
... verändern konnte. Das Kleid reichte von meinen Brustwarzen bis knapp unter meinen Schritt. Es war farblos und so dünn, dass ich jede Unebenheit auf dem Steinboden spürte. Auch die Schuhe waren farblose Ballerinas. Ich hatte Hunger und Durst. Zum ersten Mal seit langem. Und mir war kalt. "Hallo", rief ich. "Ist da jemand?" Sinnlos. Wer auch immer mich gefangen hatte, wollte mich wohl langsam verrotten lassen. Ich schloss die Augen, und tastete mit meinen neu erworbenen Sinnen nach irgendwelchen Leuten in der Umgebung. Im selben Moment begannen meine Fesseln zu brennen. Ich stöhnte auf. Die Schmerzen waren unerträglich und klangen nur langsam wieder ab. Wer auch immer mich gefangen hatte, wollte mit meinen Fähigkeiten keine Risiken eingehen. Freitag Ich bin wohl eingeschlafen, denn als ich wieder zu mir kam, stand jemand vor meiner Zelle. "Lutz!", rief ich. "Gottseidank. Lass mich hier raus." Er war fast drei Meter hoch, hatte graue, lederartige Haut und war nackt. Sein riesiger Penis schwang vor ihm fast hypnotisch hin und her. "Mein ewiger Herr", sagte er tonlos mit tiefer Stimme. "Azathoth, der Große Alte, begrüßt dich in seinem Schloss." "Lutz! Ich bin es." "Er hat mir, Helel ben Shachar, befohlen", fuhr er unbeirrt fort, "dich über seinen Plan zu unterrichten, um deine Qualen weiter zu erhöhen. Vor einer Million, dreihunderttausend Jahren geschah es ..." Er redete und redete. Es war ermüdend, aber ich wollte nicht einschlafen. Nicht, wenn ...