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Geliebter Dämon 15: Das Alte Böse
Datum: 09.01.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byPhiroEpsilon
... kontrollieren. Lutz beugte sich über mich, und hob mich hoch, genau wie er mich am ersten Abend aus dem Ferrari gehoben hatte. Es kam mir vor, als wäre es gestern gewesen. Er trug mich, als hätte ich gar kein Gewicht, durch einen Tunnel in eine andere Höhle. Dort stand ein großes Bett in der Mitte. Langsam wurde mir klar, welche Art von "Fütterung" er für mich vorgesehen hatte. O Gott! Ich in meinem ausgehungerten Zustand würde doch sicher jeden umbringen, dem ich Energie entzog. Bei Wanders hatte ich mich gerade noch stoppen können. "O Gefäß des Bösen", intoniert Lutz, "Dies sind die treuen Diener unseres Herrn, des Ältesten, Größten und Mächtigsten aller Dämonenfürsten. Sie stehen bereit, deinen Hunger zu stillen, damit du stark genug wirst, dem Herrn deine Seele zu geben." Plötzlich verstand ich, und meine Achtung vor diesem verschlagenen Kerl stieg ins unermessliche. Ich hatte die einzigartige Chance, die "treuen Diener" außer Gefecht zu setzen. Mühsam streckte ich meine Hand in Richtung des nächsten menschenähnlichen Schattens aus. Er kam näher, trat an das Bett und meine Finger fühlten nacktes Fleisch. So ausgehungert und schwach wie ich war, hatte ich gerade noch genug Energie, um meine Aura auf den Penis in meiner Hand zu konzentrieren. Mit einem Schlag war er erregt. Ein wenig mehr, noch ein wenig, ein leichtes Streicheln, und sein Orgasmus setzte ein. Jetzt nur keinen Fehler machen. Ich ließ seine Energie in mich strömen, begann aber auch ...
... gleich, einen Teil davon zurückzuschicken. Ich streckte meine andere Hand aus, und auch hier fühlte ich heißes Fleisch. Ich dehnte meine Aura etwas aus und spürte mehr Dämonen. Auch der zweite kam, auch ihn nahm ich gleich in die Feedbackschleife auf. Den nächsten musste ich schon nicht mehr berühren. Langsam dehnte ich meine Aura immer weiter aus. Drei, vier, fünf Dämonen hatten keine Chance gegen den Sog aus purer Lust. Doch das waren noch nicht alle. Während meine Kräfte wuchsen, spürte ich, was Lutz mir zumutete. Nicht nur fünf, sondern fünf mal fünf "treue Diener" musste ich gleichzeitig ausschalten. Jetzt war wieder die Zeit gekommen, da mein Geist meinen Körper verließ, und dieser auf Autopilot weiterlief. Sexuelle Energie füllte die ganze Höhle aus, aus der sich Lutz offensichtlich rechtzeitig zurückgezogen hatte. Ein Malstrom begann sich zu drehen, meine Kräfte pulsierten. Doch das fühlte ich nur aus weiter Ferne. Mein Geist war schon längst unterwegs, verließ die Höhle, orientierte sich an den schwachen Gefühlen, die aus der Stadt bei mir ankamen, und rannte los. Es fühlte sich fast wie ein Sprung an. Mit einem Mal war ich in der Stadt, schwebte über meiner Wohnung, versuchte die Gefühle meiner besten Freundin unter denen Tausender andere Menschen herauszufinden. Da war Vicky, sie lag im Bett, ganz allein, verzweifelt, am Ende. "Vicky!", rief ich sie. "Kannst du mich hören?" Sie hob den Kopf, dachte, sie hätte geträumt, wollte sich wieder ...