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Geliebter Dämon 15: Das Alte Böse
Datum: 09.01.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byPhiroEpsilon
... Serienvergewaltiger zu entmannen. Human und schmerzlos. Ich war sicher, dass mir dafür keine Hölle nach dem Tod drohte. Also was sollte das Ganze? Ich schloss die Augen, und versuchte einen klaren Gedanken zu fassen. Im schlimmsten Fall waren alle Gefühle meines "Nicht-Vaters" für mich nur Lügen gewesen. Er hatte genau das auf mich projiziert, was ich denken sollte. Alles Training diente nur dazu mich auf Azathoths Übernahme vorzubereiten. Dann hatte ich keine Chance, und mein bewusstes Leben würde in Kürze enden. Im besten Fall hatte ich ihn durchschaut. Er hatte die ganze Zeit ein doppeltes Spiel gespielt, und alles getan, um meine Übernahme zu verhindern. Wenn dieser kleine, hinterlistige Spion Taratael nicht all meine Gedanken und Gefühle weitergeleitet hatte, würde der ÄGM mich vielleicht unterschätzen. Hoffentlich. Wusste der Oberdämon, dass Lutz mich darauf trainiert hatte, Gedankenbefehlen zu widerstehen? Wenn nicht, was hatte es für eine Bedeutung? Welche Waffe hatte ich denn gegen ihn? * Die Zeit verging, es mussten schon Tage sein, die ich hier unbeweglich lag. Hunger und Durst war inzwischen so stark, dass ich alles nur noch verschwommen wahrnahm. Ich musste wieder einmal vor mich hingedöst haben, denn ich wurde davon wach, dass jemand an meinen Ketten zerrte. Ich öffnete die Augen. Der Käfig hing weit über mir an der Decke. Um mich herum standen nackte Männer. Vier von ihnen hielten meine Ketten und begannen, mich daran über den ...
... Boden zu ziehen. "He!" Statt eines wütenden Rufs, hörte ich nur ein leises Röcheln. Ich versuchte, mich aufzurappeln, doch war viel zu schwach. Ich konnte nur hoffen, dass auf dem Weg — wohl zu Azathoth, keine spitzen Gegenstände auf dem Boden lagen. Nackt über Steinplatten zu rutschen war schon schlimm genug. Sie zogen mich durch einen Tunnel in eine andere Höhle, in der es etwas heller war. " Was ist das ?" dröhnte eine Stimme in meinen Gedanken. Ich hatte keine Ahnung, was ich darauf antworten sollte, merkte aber auch gleich, dass die Frage nicht mir gegolten hatte. Lutz' riesige Gestalt tauchte in meinem Gesichtsbereich auf und verbeugte sich tief. "Herr", sagte er laut, "Ältester, Größter und Mächtigster aller Dämonenfürsten. Wir bringen dir das Gefäß." " In welch schrecklichem Zustand ist es ?" "Ich wollte kein Risiko eingehen. Es ist schließlich die Brut eines mächtigen Feindes." " Ich kann es so nicht gebrauchen. Nehmt ihm die Ketten ab und fü ttert es. Es braucht Kraft, um mich aufnehmen zu kö nnen ." O-kay. Hatte Lutz das verbockt oder bezweckte er damit etwas? So wie ich mich momentan fühlte, war ich hilflos. Ohne Ketten und satt hatte ich vielleicht eine Chance zu flüchten. Die vier Männer mit den Ketten griffen nach den Bändern an meinen Gelenken. Erst in dem Moment erkannte ich, wer zwei von ihnen waren. Bob und Peter! Auf jeden Fall sah ich ihren Gesichtern keine Regung, Der ÄGM musste sie vollständig ...