1. Geliebter Dämon 15: Das Alte Böse


    Datum: 09.01.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byPhiroEpsilon

    ... legen.
    
    "Das war kein Traum!", brüllte ich mit aller Kraft. "Ich bin hier!"
    
    "Angela? Bist du das?"
    
    "Gottseidank. Du musst die Polizei alarmieren."
    
    "Ich ... was? Ich muss halluzinieren."
    
    "Quatsch! Komm zu dir. Wisch dir die Tränen ab."
    
    Sie fuhr sich mit der Hand über das Gesicht.
    
    "He, das ist unhygienisch. Nimm ein Taschentuch."
    
    Mit einem Schlag setzte sie sich auf. "Angela? Wie ... was? Wo bist du?"
    
    "In der Teufelshöhle bei Schwarzbach."
    
    "Wow! Da bist du aber weit von zu Hause weg!"
    
    "Peter und Bob sind auch hier. Sie leben."
    
    "Was machst du?"
    
    "Ich sammle gerade Energiepunkte für meinen Kampf gegen den Endgegner. Ich habe nicht viel Zeit. Sorge dafür, dass hier genug Notärzte ankommen."
    
    Vicky lachte auf. Sie stand auf und lief splitternackt in den Flur.
    
    "Sag ihnen ..." Doch da spürte ich einen Sog, der mich brutal in meinen Körper zurückriss.
    
    Mitternacht, Vollmond
    
    Ich schrie auf. Lust und Schmerz vereinigten sich. Ich war zurück. Doch mein Körper lag nicht mehr auf dem Bett. Zwei dicke Seile um meine Unterschenkel zerrten mich gewaltsam über den Steinboden. Mein Rücken brannte wie Feuer, und mein Kopf dröhnte wie eine Glocke. Ich schrie auf.
    
    Was um alles in der Welt war in der Zwischenzeit hier geschehen? Ich versuchte mich zu konzentrieren, die Gefühle derjenigen um mich herum aufzunehmen, doch die wilde Fahrt über den Höhlenboden machten meine Bemühungen zunichte.
    
    Ich sah, dass ich auf dem Weg in die andere Höhle war, ...
    ... wo Lutz mich dem Dämonenfürsten präsentiert hatte. Doch warum benutzten sie jetzt Seile?
    
    In dem Moment, wo zwei weitere von diesen sich um meine Unterarme schlangen, bemerkte ich meinen Irrtum. Das waren
    
    Tentakel
    
    . So dick wie meine Arme, besetzt mit zentimetergroßen Saugnäpfen. Ich versuchte mich loszureißen, doch ich hatte keine Chance.
    
    Dann war ich durch die Öffnung, und die Tentakel hoben mich an. Weitere schlangen sich um meine Gliedmaßen, zwangen sie weit auseinander, so dass ich jetzt wie gekreuzigt in der Luft hing. Ich blickte mich um. Nackte Gestalten standen an der Wand aufgereiht, blickten mit leeren Augen in die Richtung, aus der vorhin die Stimme gekommen war.
    
    "Da bist du!", grollte es nun aus dem Dunkel. Weiße Blitze zuckten auf, und ich konnte einen gigantischen Körper sehen, der dort auf Tentakeln stand. Diese waren an der Stelle dick wie Baumstämme, wo sie aus dem Körper kamen, verzweigten sich und bedeckten den Höhlenboden wie ein Meer aus rieseigen Würmern.
    
    "Ja, das hat Helel gut gemacht. Du bist genau, was ich brauche."
    
    Der Körper erinnerte mich an einen Oktopus. Das Licht war nicht hell genug, und die ständigen Blitze, die von irgendwo hinter ihm kamen, behinderten meine Sicht noch mehr. Aber das ... Ding hatte Augen. Riesige, rotglühende Augen. Und mit so etwas sollte ich es aufnehmen?
    
    "Ha, ha, ha!", lachte es. "Du hast keine Chance gegen mich. Ich lese deine Gedanken, und weiß um deine Gefühle."
    
    "Und was hast ...", schrie ich, ...
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