1. Der Pornograf XI - 10


    Datum: 09.01.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byrokoerber

    ... anhatte. Zumindest stand ihre Klappe nicht mehr still. Wenn wir auch einige Worte kaum verstehen konnten. Dass Egon seinen "Deez" bemühen sollte, wenn er in „Idaljen" Neues lernen würde, war uns noch verständlich. Dass Lis keine "Grigge" sei und sie hoffentlich auch weiterhin vor solchen verschont bleiben würden, konnten wir dem Inhalt nach nur erahnen. Lis übersetzte es für sich leise mit Krücke, viel Sinn machte es trotzdem nicht.
    
    Langsam kamen wir der italienischen Heimat näher. Es begann in den Ohren zu drücken. Mein Weib hatte natürlich Bonbons in der Tasche, von denen sie sogar welche nach vorne reichte. Mit der passenden Erklärung selbstverständlich.
    
    Flughafen Neapel, wie immer Gedränge und erhöhte Lautstärke. Nun, unsere beiden konnten das scheinbar ab. Große Augen bekamen sie aber schon, als Tonio auf uns zu kam. Zur Feier unserer Rückkehr in Gala Chauffeurslivree. Natürlich mit der großen Limousine. Als wir dann endlich zum Haupttor des Fotoparks einfuhren und vor dem Haupthaus hielten, nachdem Lis erklärte, alles, was man hier sähe, sei Fotopark, gab Britta mal wieder einen Kommentar ab:
    
    „Also Klitsche is des geene. Jetze merk ich erst, da is es bei uns ja nur Gelumbe."
    
    Lis zog ihr gleich den Zahn und sagte, wir hätten auch einmal klein angefangen.
    
    Maria, die Hausdame, nahm uns in Empfang und ihr Mann kümmerte sich um das Gepäck. Ich sagte Egon noch, er und seine Frau würden um fünf Uhr zum Cocktail abgeholt, Kleiderordnung legere elegant. Dann ...
    ... wurden sie auf eine Juniorsuite gebracht. Dort konnten sie sich erst einmal ausruhen, denn die Fahrt hatte sie sichtlich angestrengt.
    
    Wir gingen in unsere eigene Wohnung. Meine beiden anderen Weiber waren wohl noch am arbeiten. Lis und ich waren ja nur ein Wochenende weg, also kein Grund besonders aufmerksam zu sein. Das erwarteten wir auch nicht.
    
    „Meinst du, wir sollten die beiden heute schon ...", begann Lis, kaum waren wir im Schlafzimmer.
    
    „Ich fürchte, sie werden nach Cocktail und Abendessen erst einmal alleine sein wollen, um gemeinsam die vielen neuen Eindrücke zu verdauen", unterbrach ich sie. „Da wollen wir sie besser nicht gleich mit unserem Gemeinschaftsbett überraschen."
    
    ***
    
    Es dauerte nicht sehr lange, dann trieb uns die Neugier in unsere beiden Büros. Wie allerdings nicht anders zu erwarten, hatte sich am Wochenende nichts Wichtiges angesammelt. Ich rief bei Gina im Büro an und bat sie, nach kurzen Worten der Begrüßung, jemand zu schicken, der die Speicherkarten übernimmt. Da war eine Übertragung an Mikel zu machen, eine CD zusätzlich als Kopie zu schicken und auch alles zu archivieren. Die Models mussten auch einen Satz Bilder bekommen, denn mit geeigneten Geräten und Leuten, die sie bedienen konnten, war Mohammed natürlich noch nicht ausgerüstet. Da war Kim etwas knausrig, wenn Geld ausgegeben wurde, wo es noch unnötig war. Sie rechnete mit jedem gewonnenen Pfennig Zinsen. Erst später fiel mir ein, den Pfennig gab es gar nicht mehr. Jetzt war der Cent ...
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