1. Der Pornograf XI - 10


    Datum: 09.01.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byrokoerber

    ... jedoch beruhigen. Weder sie noch ich hatten die geringsten Anzeichen von Verschwendung entdeckt. Im Gegenteil, es kam uns teilweise eher zu sparsam vor, vor allem wie sie mit dem Personal umgingen. Dann erzählte ich von den neuen Fischerhäusern, die zwar geringfügig größer waren als unsere alten, aber dadurch immerhin 6 notfalls auch 8 Personen fassen konnten. Dabei waren sie sogar kaum teurer, denn eigentlich waren sie vor allem höher gebaut, was automatisch die Grundfläche vergrößerte. Eine simple mathematische Aufgabe.
    
    Gina wollte natürlich über die Qualität der Models noch mehr wissen. Auch da konnte ich nur lobpreisen, hatten wir doch bei der Vielzahl nur ein einziges Model, das nicht besonders gut war. Ich gab allerdings zu, dass Egon dann doch noch einen guten Satz Bilder mit ihr schaffte.
    
    Nun war es soweit, Egon war dran. Ich gab meine sehr positive Meinung kund. Das wollten natürlich weder Gina noch Kim infrage stellen. Meine Fachkompetenz war nie bezweifelt worden. Nur Kim hatte dann doch noch eine Frage:
    
    „Und wie ist er menschlich so? Kann man mit ihm gut zurechtkommen?"
    
    „Ich will es mal ganz einfach ausdrücken", sagte Lis mit fester Stimme. „Ich habe am ersten Abend mit ihm geschlafen. Nicht, weil er mich angemacht hätte, sondern weil er mir sympathisch war. Am nächsten Abend hatte er einen Muskelkater."
    
    „So schlimm habt ihr es getrieben?", fragte Kim lediglich, aber mit einem Lachen auf den Lippen.
    
    „Nein", kam ich meiner Frau zur Hilfe. „Weil ...
    ... er halt das dynamische Fotografieren nicht gewohnt war. Er ging am nächsten Abend mit einem derben Muskelkater früh ins Bett, nachdem ihn seine Frau mit Voltaren eingerieben hatte. Am darauf folgenden Tag war er wieder halbwegs fit. Er ließ sich kaum etwas anmerken, sondern kämpfte sich durch. Ich hab ihm deswegen, hier, eine Woche Urlaub verordnet. Lis gibt ihm und seiner Frau diese Woche den VIP-Status."
    
    „Wenn er wirklich so tüchtig und so gut ist, wie du sagst, dann hat er es auch verdient", sagte Gina. Kim nickte dazu nur.
    
    „Und wie hat sich Paul benommen?", wurde danach Lis befragt.
    
    „Wie immer wenn er auf Tour ist. Allerdings konnte er sich am ersten Tag ja leider nicht um seine Ehefrau kümmern, erklärte sie mit etwas Spott in der Stimme. "Aber ihr kennt doch Paul. Er schnappte sich einfach Britta und nahm die zur Bettgenossin in sein Zimmer, ich ging mit Egon. Morgens, noch vor dem Aufstehen unserer Nachtpartner, tauschten wir allerdings wieder die Zimmer."
    
    Natürlich waren meine zwei Nebenfrauen jetzt neugierig genug, dass sie vor allem von Lis wissen wollten, wie ihre Nacht denn verlief. Sie hatte ja, wie Gina, ewig keine Affäre mehr. Kim zwar auch nicht, ihre Blaskonzerte mit Mikel fanden aber immer noch statt, wenn seine Jane nicht mit kam. Manchmal waren sie auch zu dritt im Zimmer. Ich zumindest habe nie gefragt, was dort getrieben wurde. Das war Kims Privatsache. Es war bei Lis also schon etwas Besonderes, mit einem anderen Mann intim zu werden, vor ...
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