1. Laka Camachio


    Datum: 21.01.2021, Kategorien: Insel der Scham, Autor: Anonym

    ... durchgegangen.
    
    Als wir uns so 5 Minuten unterhalten hatten , stellte sich heraus, dass Antonia aus der Nähe von Stockholm kam und genau wie ich mit ihren Eltern nach Takka Tukka übersiedelte. Mit einem sehr lustigen, typisch skandinavischen Akzent erzählte sie mir, dass sie auf dasselbe Internat wie ich gehen will. Da wir uns so gut verstanden, teilten wir uns im Flieger eine Sitzreihe vor meinen Eltern.
    
    Ich: “Warst du schon mal auf Takka Tukka?“
    
    Antonia erwiderte mit einem schelmischen Grinsen: “Nein, noch nie! Du etwa?“
    
    Ich: „Nein, aber was weißt du so über dieses Inselleben?“
    
    In diesem Moment klappte ich meinen Laptop auf und zeigte ihr, was ich im Internet gefunden hatte.
    
    Antonia: “Ja, das ist die offizielle Seite. Unter der Hand wird erzählt, dass Takka Tukka eine Insel der Nackten ist.“
    
    Plötzlich merkte ich, dass meine Mutter hinter mir stand.
    
    Mutter: “Wie bitte? Insel der Nackten?“
    
    Als ich in Richtung meines Vaters schaute, der schräg hinter mir saß (er war der einzige, der die Insel bei seinem Vorstellungsgespräch schon besucht hatte), merkte ich, wie sich für einen Moment seine Gesichtsfarbe veränderte. Er bemühte sich aber doch beim Anblick seiner Frau um ein unschuldiges Gesicht.
    
    Antonia entgegnete ihr: „Ja, die Insel der Nackten. Ich weiß auch nicht, aber eine Legende besagt, dass den Einwohnern es frei bleibt, sich nackt auf der Insel zu bewegen, aber es herrscht im Vergleich zu der Nachbarinsel Shame Island kein Nacktzwang ...
    ... für Frauen.“
    
    Nun erboste sich meine Mutter :“Eric, warum hast du mir nix davon erzählt?“
    
    Eric (mein Vater): „Marianne, du hättest dich nie darauf eingelassen. Du meckerst doch dauernd über die extrem hohen Lebenshaltungskosten und die Politik in Deutschland. Außerdem habe ich mich auch bei den Behörden vergewissert, dass niemand von uns splitternackt rumrennen muss, wenn er nicht will. Außer bei der Untersuchung beim Zoll.“
    
    Marianne: „Was für eine Untersuch…?“
    
    Aus dem Lautsprecher kam nun eine Stimme: “Da wir in 20 Minuten in Laka Camachio landen, ist es nun gestattet, die Kleidung abzulegen.“
    
    Es herrschte in den folgenden Minuten ein Drunter und Drüber. Manche, womöglich einheimische Männer, Frauen, Kinder und Alte, sprangen von ihren Sitzen auf und zogen sich teilweise in Rekordtempo splitternackt aus. Selbst Antonias kleine Schwester und Bruder, die ich auf ca. 9 und 7 Jahre schätzte, sprangen eine Reihe vor uns von ihren Sitzen, zogen sich aus und waren nun pudelnackt. Antonia nahm aber die Wäsche ihrer Geschwister nicht an, sondern schickte sie nach hinten zu ihren Eltern, die auch noch voll bekleidet waren.
    
    Meine Mutter war am Verzweifeln. Sie wusste nun wirklich gar nix mehr. Mein Vater hatte seine Mühe und Not, sich ein Grinsen zu verkneifen, welches ich stattdessen für ihn übernahm. Die Stewardessen, die auch nix trugen außer ein Stewardessenhütchen und einen Gürtel, wo „Takka Tukka Airlines“ drauf stand., sammelten die im Gang herumliegenden ...
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