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Die Mafia-Braut und ihre Schwester 02
Datum: 12.02.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byrkcool
„So Jungs, jetzt holen wir uns die jüngere Schwester Cai-Bao", sagte der Mafiaboss zu seinen vier Sottocapi. „Wir schicken ihr ein Video, damit sie sieht, dass ihre blonde Schwester Uleila noch lebt. Das wird sie umhauen. Wir verlangen Lösegeld gegen Leben und bestellen sie auf die untere Aussichtswiese beim Kap vorne. Dort bereitet ihr für die junge Wannagat eine schöne Falle vor. Du Sohn leitest diesmal die Aktion! Ich erwarte Erfolg!" Bei den Wannagats war inzwischen die Hölle los. Das nackte Chaos herrschte und Verzweiflung machte sich breit. Die Suchmannschaft hatte das verunglückte Auto mit dem toten Chauffeur zwischen Felsen verkeilt, halb im Meer liegend, gefunden. Das Gepäck der 22-jährigen Tochter Uleila Wannagat, und deren Handtasche mit den Ausweisen fand man auf dem ganzen Abhang verstreut. Nur von der jungen Frau fehlte jede Spur. Man hatte die Felsen und die ganze umliegende Küste abgesucht, aber Uleila nicht gefunden. Nun nahmen alle an, dass sie im Meer ertrunken und von der Strömung fortgerissen worden war. Die 20-jährige Adoptivtochter Cai-Bao Wannagat war nun Alleinerbin des Schmugglersyndikats, mit allem drum und dran. Eine unmögliche Situation. Die Stellvertreter des ermordeten Vaters, Boris und Adolf, die Schmuggler, die Lieferanten, die Angestellten und auch ihre Geschäftsfreunde von der Gargano Mafia würden Cai-Bao nie als vollwertig akzeptieren. Eine Frau war hier im Süden sowieso nichts wert. Eine Tatsache vor der sich auch Cai-Bao nicht ...
... verschloss. Sie war allein, todtraurig und völlig verzweifelt. In ihrer Trauer weinte sie bittere Tränen. Es schüttelte sie heftig und mit verweintem Gesicht zog sie sich in ihr Schlafzimmer zurück um sich etwas hinzulegen. Von der Kämpferin war nichts übrig geblieben. Ja, Kämpferin! Denn Cai-Bao hatte in der Schweiz neben ihrer Ausbildung asiatische Kampfsportarten trainiert. In jeder freien Minute hatte sie ihr Hobby fanatisch ausgeübt. In jeder freien Minute hatte sie gekämpft, und das hatte seinen Grund. Cai-Bao erinnerte sich mit Schaudern daran, als ob es gestern gewesen wäre: Sie war damals gerade 18 Jahre alt, damit also noch sehr jung, und erstmals durfte sie am jährlichen Geburtstagsfest des Staatspräsidenten teilnehmen. Es wurde eine riesige Party für die Reichsten des Landes gegeben. So nebenbei mussten die geladenen Gäste dem Präsidenten die Steuern in bar abliefern. Schmiergeld-Zahlung nennt man das in anderen Ländern. Es wurde gefeiert und getanzt. Sie, Cai-Bao, hatte sich dazu besonders sexy angezogen. Von ihrer Schwester Uleila wurde sie aber auch super beraten. Und so war das eurasische Mädchen eine Schönheit die keiner übersah. Gross war sie, höchstens zwei bis drei Zentimeter kleiner als ihre ebenso schöne, ältere Schwester. Schwarze Haare mit vorne neckischen Fransen hatte sie, kurz geschnitten. Gelbe, oder je nach Lichteinfall manchmal auch braune, schräg gestellte, asiatische Augen gaben dem Gesicht ein schönes, geheimnisvolles Aussehen. Sie ...