1. Thao 22


    Datum: 18.02.2021, Kategorien: BDSM Autor: bySena78

    ... Fall, glaube ich. Die ist zu lieb für einen Kerl wie dich."
    
    Patrick sah ihn böse an.
    
    „Wie meinst das denn jetzt? Denkst, die ist zu schade für mich?"
    
    Karl nickte, während Patrick deutlich zeigte, wie angepisst er war.
    
    „Kannst froh sein, dass wir im Krankenhaus sind und nicht auf der Straße, Penner."
    
    „Lass mich jetzt einfach in Ruhe, Patrick!"
    
    Dem Raufbold kam wieder die große Blonde in den Sinn. Es war wohl besser, wenn er es gut sein ließ.
    
    „Okay! Schon gut. Aber du wirst sehen, Amelie gibt mir noch ihre Nummer."
    
    Karl schloss seine Augen. Der Kerl schien endlich die Klappe zu halten. Doch anstatt einzuschlafen, kamen ihm andere Dinge in den Sinn. Lena tauchte in seinen Gedanken auf, er musste einfach Mitleid mit ihr haben. Sie wurde missbraucht vom eigenen Vater? Er hatte sich gerade noch daran erinnert, wie sie ihn an dem Abend im Irish Pub in Schutz genommen hatte. Ob Patrick auch davon wusste? Er überlegte kurz, seinen Bettnachbarn danach zu fragen, doch warum wollte er das wissen? Er verwarf diesen Gedanken wieder, doch folgten sofort weitere nach.
    
    Simon hatte nie eine Chance gehabt bei Lena. Sie wird sich abgeschottet haben von der Welt, ähnlich wie Thao auch. Warum sie mit seinem Freund geschlafen hatte, konnte er sich aber nicht erklären. Hätte dieser entscheidende Moment gefehlt, wäre Simon jetzt vielleicht noch am Leben.
    
    „Hattest du viel Kontakt mit Lena?"
    
    Patrick nahm sich die Hörer seines Mp3-Players vom Ohr.
    
    „Was?"
    
    „Ob du ...
    ... Lena gut kennst?"
    
    Karls Zimmergenosse sah verwirrt drein.
    
    „Wolltest nicht gerade noch pennen?"
    
    Karl nickte.
    
    „Ich kann aber nicht schlafen, muss ständig an Lena denken."
    
    „Sorgen musst dir um sie keine machen. Für sie ist alles besser, als ihr Zuhause. Hat eh versucht, so selten da zu sein, wie es ging."
    
    Karl ließ nicht locker.
    
    „Seid Ihr öfters mal zusammen abgehangen?"
    
    Patrick nickte.
    
    „Wir haben ab und an mal gekifft und sind auch zusammen klauen gegangen. Da war sie echt gut drin, hat sich nie erwischen lassen."
    
    Der Junge grinste plötzlich.
    
    „Gefickt haben wir auch ein paarmal, aber das ist easy. In unserem Viertel gehört es zum guten Ton, mit 14 seine Unschuld zu verlieren. Und bei Lena war ja der eigene Vater so nett ..."
    
    „HALT DEINE FRESSE, DU ARSCHLOCH!"
    
    Patrick lächelte amüsiert.
    
    „Boah, was würde ich mit dir machen, wenn du nicht so ne Schwuchtel wärst und dich hinter deiner blonden Kackschlampe verstecken würdest."
    
    Karl reichte es. Er raffte sich hoch, kletterte aus seinem Bett und wollte auf den Jungen im Nachbarbett losgehen. Vergessen war seine sonstige Vernunft und Zurückhaltung.
    
    „Hey, Mann! Leg dich wieder hin!"
    
    Patrick hob die Hände.
    
    „Du kippst ja gleich um, da brauche ich dich gar nicht für anfassen."
    
    Karl war tatsächlich schwindlig geworden, Sterne traten ihm vor seine Augen.
    
    „Bist ja gar nicht so eine Memme, wie ich dachte."
    
    Patrick grinste.
    
    „Leg dich wieder hin, Bevor du noch aus den Latschen kippst ...
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