1. Briefe ohne Briefmarke


    Datum: 21.02.2021, Kategorien: BDSM Autor: Anonym

    ... Name stand drauf. Sie legte den Umschlag in ihrer Hand weg und nahm den Mysteriösen. Sie fand 2 Fotos darin. Als sie sie näher betrachtete, begann sie zu zittern. Sie schaute sich um und fühlte sich beobachtet. Das Foto zeigte sie und Michael bei einem ihrer Rendezvous. Michael hatte seine Hand auf Sarahs Hintern gelegt und sie lachte dabei. Das andere Bild zeigte sie beide in enger Umarmung bei einem leidenschaftlichen Kuß. Sie zitterte, als sie den Brief las. Er war ebenfalls auf Computer geschrieben worden, wie der Umschlag.:
    
    Wie sie unschwer erkennen können, habe ich Beweise für eine Affäre zwischen Ihnen und dem Chef. Ich habe ein \"Angebot\" für Sie. Ich werde ihnen im Laufe der nächsten Tage Instruktionen zukommen lassen, die sie befolgen müssen. Sie werden wiederum Beweise liefern, daß Sie meinen Anweisungen gefolgt sind. Handeln Sie zu meiner Zufriedenheit, so werden Sie irgendwann die Negative erhalten. Wenn nicht... ich glaube, ihr Mann wird sich über die Bilder riesig freuen, denken Sie nicht auch? Bis in den nächsten Tagen dann! Achso, ja, kein Wort zu niemandem! Sollten Sie der Polizei, ihrem Chef oder sonst jemandem von dieser Sache erzählen, dann sind die Fotos bereits am nächsten Tag bei ihrem Mann!
    
    Sie bekam es mit der Angst zu tun. Sie versuchte, ihre Gedanken zu ordnen und nachzudenken. Ihr war aufgefallen, daß der Erpresser \"dem Chef\" geschrieben hat, nicht \"Ihrem Chef\". Überhaupt wußte er, daß sie verheiratet und Michael nicht ihr Mann war. Er ...
    ... (oder auch sie) mußte aus dem Büro sein, einer ihrer Kollegen also. Sie dachte daran, Michael zu sprechen, verwarf diesen Gedanken aber wieder. Wenn der Erpresser einer ihrer Kollegen war, dann konnte er leicht erkennen, daß sie gequatscht hatte.
    
    Den Rest des Tages konnte sie keinen klaren Gedanken mehr fassen. Sie machte fast alles falsch, was sie in die Hände bekam. In ihrer Verzweiflung stieß sie Stifte und Blätter vom Tisch, oder fand sie gar nicht erst. Als ihr Arbeitstag endlich zuende war, rauschte sie aus dem Büro, vorbei an einem verdutzt schauendem Michael und fuhr vom Parkplatz. Sie fuhr kreuz und quer durch die Stadt, bis sie schließlich den Mut fasste, nach Hause zu gehen. Ihr Mann empfing sie freundlich, aber sie bekam vor Scham und Angst fast gar nichts heraus. Sie wußte nicht, wann sie endlich, irgendwann nachdem sie stundenlang dem regelmäßigen Atem ihres schlafenden Mannes zugehört hatte, einschlief.
    
    Am nächsten Morgen wachte sie völlig müde auf. Nicht nur, daß sie erst sehr spät eingeschlafen war, sie hatte auch noch schlecht geschlafen. Sie hatte Angst, zur Arbeit zu fahren, Angst vor einem neuen Brief ohne Briefmarke. Als sie sich im Büro ihrem Tisch näherte, schlug ihr Herz immer schneller. Doch zu ihrer Erleichterung war kein verdächtiger Umschlag zu finden. Sie erledigte an dem Tag ihre Arbeit, so gut sie eben konnte und fuhr wieder nach Hause. Das wiederholte sich Tag für Tag und sie hoffte schon, daß die Sache doch irgendwie nur ein schlechter ...
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