1. Ein neuer Sohn (Das Wunschauto)


    Datum: 19.04.2021, Kategorien: Betagt, Autor: byUnartigerJunge

    ... genommen.
    
    „Ähm...! Sind sie verheiratet?", fragte er, um Zeit zu gewinnen. Den Wagen wollte er natürlich haben. Aber unter diesen Bedingungen?
    
    „Nein! Nicht mehr. Mein Mann ist vor über einem Jahr verstorben."
    
    „Mein Beileid, Frau Lindner!"
    
    „Vielen Dank! Aber reden wir jetzt nicht davon. Das ist Vergangenheit. Was sagst Du?"
    
    „Also, ich weiß nicht, verlockend ist es schon", äußerte er sich vorsichtig.
    
    „Ist es mein Alter? Findest Du mich nicht attraktiv? Oder warum zögerst Du?"
    
    „Um ehrlich zu sein, ich bin, na ja, also... verunsichert. Sie sind eine gut aussehende Frau, ja, das sind sie.", antwortete Carsten.
    
    „Und wo ist dann das Problem?"
    
    „Das gibt es nicht! Ich bin einverstanden!", erklärte er und schaute wieder auf ihre Beine.
    
    „Wunderbar! Ein kleines Hindernis steht dem Ganzen aber noch im Wege." Erklärte sie. „Du hast den Wagen getestet. Ich muss mich doch von Deinen Qualitäten überzeugen dürfen, oder?"
    
    „Sie meinen..., sie wollen jetzt gleich mit mir ins Bett gehen?", brachte er müshsam hervor.
    
    „Nicht so schnell junger Mann! Ich habe es nicht eilig."
    
    „Haben sie das schon mit anderen Interessenten gemacht", wollte er wissen.
    
    „Zwei waren vor ihnen da. Den Ersten habe ich gar nicht ins Haus gebeten. Unsaubere Erscheinung. Der Zweite war mir zu alt, etwa mein Jahrgang. Ich will was Junges, Ausdauerndes. Damit es ein wenig entspannter wird, schlage ich vor, daß wir erst einmal anstoßen. Komm mit in die Küche, Du kannst mir zur Hand ...
    ... gehen."
    
    In der Küche ging Christiane zum Kühlschrank und nahm eine Flasche Veuve Cliquot heraus.
    
    „Du magst Champagner?"
    
    „Noch nie getrunken.", gab er zu.
    
    „Na so was! Dann ist das noch eine Premiere für Dich. Aber die Flasche bekommst Du auf?"
    
    „Das werde ich schon hinbekommen.", Er klang etwas unsicher.
    
    „Aber gewisse andere Kenntnisse darf ich doch bei Dir vermuten, oder?" Es war mehr eine Feststellung als eine Frage.
    
    „Ich werde mir Mühe geben."
    
    „Wie hieß es so schön in der Werbung? Mühe allein genügt nicht." Sie genoss seine Nervosität und nahm zwei Schalen aus einem Schrank. Mit einem lauten Plopp hatte Carsten endlich die Flasche geöffnet.
    
    „Komm, oder magst Du es in der Küche lieber?", fragte sie süffisant. Bevor er antworten konnte, ging sie zurück ins Wohnzimmer. Er folgte ihr brav.
    
    „Du darfst jetzt einschenken." Nachdem er das getan hatte, reichte sie ihm eins der Gläser. „Auf eine ersprießliche Verbindung!" Sie prostete ihm zu. Er nahm einen kräftigen Schluck. Der Geschmack war ungewohnt. „Hältst Du bitte mal mein Glas?", sagte Christiane. Er stand etwas hilflos vor ihr. Sie setzte sich hin.
    
    „Mal sehen, was Du mir mitgebracht hast?" Carsten spürte, wie der Gürtel seiner Hose gelöst wurde. Ihm stockte der Atem.
    
    „Was machen Sie da, Frau Lindner?"
    
    „Ich werde mir Deine Ausstattung ansehen. Du hast schließlich auch eine Probefahrt machen dürfen." Sie ergriff den Hosenbund samt Unterhose und zog beide Kleidungsstücke in einem Schwung ...
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