1. HomoLepus 07


    Datum: 23.04.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaran66

    ... nicht als unhöflich zu gelten. Das wiederum erzeugte ein Lächeln auf ihren Gesichtern, und als sie bei mir waren, sah ich, wie sie mir zunickten. Immerhin hatten sie mich beachtete und ich fühlte mich gleich besser.
    
    Dann standen die Damen beieinander und unterhielten sich eingehend, während jetzt der Fahrer hereinkam und den Tisch abdeckte. Schnell verstaute er das ganze Geschirr und stellte zugleich einige Gläser und Flaschen hin, die er mitgebracht hatte. Dann war er so schnell wieder verschwunden, wie er gekommen war. Erst jetzt gingen die Damen an den Tisch und setzten sich so hin, dass Sandra an der Stirnseite saß und die anderen sich jeweils zu zweit gegenüber.
    
    Was ich dabei sollte, war mir noch nicht klar, wurde mir durch Sandra aber schnell angezeigt. Sie hielt auf einmal ihr Weinglas hoch und sah mich auffordernd auf. Also machte ich mich ans Werk. Da ich in etwa wusste was, in welches Glas gehörte, war diese Aufgabe relativ leicht zu meistern. Wobei ich mich später fragte, ob das überhaupt so wichtig gewesen wäre, denn niemand achtete wirklich darauf, was im Glas landete. Wenn ich mich vergriff, wurde sicher darüber hinweggesehen. Es kam nicht so sehr darauf an. Worauf es allerdings sehr ankam, war, dass ich meinem Job nachkam. Die Gläser durften nicht wirklich leer werden. Ich sollte Unaufgeforderte wieder einschenken, wenn sich in einem Glas nur noch eine Neige befand. Wenn dann allerdings eine der Damen etwas anderes wollte, dann trank sie das Glas bis zum ...
    ... letzten Rest aus, stellte es auf den Kopf und nahm ein anderes. Eine etwas seltsame Art aber sie hatte etwas für sich. Mit der Zeit wurden die fünf lauter und ausgelassener, was zweifelsfrei vom Alkoholkonsum beeinflusst war. Sie lachten mehr als zuvor, unterhielten sich vermehrt über etwas anstößige Sachen. Die gelockerten Zungen übertrugen sich allerdings auch auf ihre Gliedmaßen. So kam es immer häufiger vor, dass ich Hände auf mir spürte, wenn ich zwischen ihren stand und nachschenkte.
    
    Zuerst strichen sie nur einmal kurz über ein Bein, gingen dann aber immer mehr dazu über, mir einen Klaps auf den Po zu geben oder ihre Hand gleich darauf zu legen. Bei der Gelegenheit kniffen sie auch schon einmal zu, was mich dazu veranlasste, einmal nach vorne zu rucken. Dann lachten alle, die es mitbekommen hatten. Sogar Sandra war darüber amüsiert, ganz im Gegensatz zu dem, was ich auf der Feier erlebt hatte, als sie die andere Frau angegiftet hatte.
    
    Vielleicht lag es daran, dass Sandra hier alles unter Kontrolle hatte und wenn ich sage alles, dann meine ich mich. Sie sah was ich und die anderen taten, vielleicht lag es daran. Sie wollte die absolute Kontrolle über mich, ich war ihr Eigentum, ihr Spielzeug. Sie bestimmte, wer mit ihrem Spielzeug spielen durfte und wer nicht. Vielleicht war dies das Problem mit der Häsin gewesen. Sie hatte es bemerkt und war darüber so erbost. Es ging ihr gar nicht darum, dass ich etwas mit der Häsin hatte, sie hatten nur etwas dagegen, dass sie ...
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