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Studenten Urlaub Die Ankunft
Datum: 11.06.2021, Kategorien: Insel der Scham, Autor: Anonym
... hatten, dass es keine Liebeleien geben würde damit nicht eine von uns allein in dieser für uns uneinschätzbaren Umgebung bliebe und da das Haltbarkeitsdatum seit einem Jahr überfällig war, warf ich sie weg. Dann putzte ich mir die Zähne, stopfte die Zahnbürste in die Tasche, schloss den Reissverschluss mit einiger Mühe, griff mir ein Badetuch, legte mein prall gefülltes Kulturtäschchen auf das Badetuch und reichte beides mit Passt das noch? an Ute, die inzwischen ihren Beauty-Case fertig gepackt in einer Sporttasche verstaute Sieht irgendwie mehr nach Gepäck aus. hatte sie dazu gesagt. Wir tranken noch einen Kaffee und riefen dann unsere Nachbarin an, die angeboten hatte uns - kostenfrei natürlich zum Bahnhof zu bringen. Am Bahnhof gingen wir noch mal unsere Fahrt zum Flughafen durch: Wir starteten um 07:30 Richtung Amsterdam und mussten daher so gegen 6:30 einchecken. Da Bernd nicht auch noch eine zusätzliche Übernachtung am Flughafen bezahlen und wir nicht eine Nacht auf dem Flughafen absitzen wollten, ging es mit nicht weniger als 5(!) Regionalbahnen durch die Nacht. Hatte ich mir schon gedacht, dass ich immer erst kurz vor Erreichen eines Umsteigebahnhofs einschlafen und somit kaum Schlaf finden würde, so war ich doch auf die 20 bis 45 minütigen Wartezeiten auf kalten, zugigen Bahnsteigen nicht vorbereitet gewesen und mich beschlich die Ahnung, dass ich mir eine fürchterliche Erkältung einfangen würde. Nach einer höllischen Nacht in neonbeleuchteten und laut ...
... rumpelnden Großraumabteilen trafen wir am Flughafen auf Bernd. Bernd war etwas kleiner als Ute, die ihrerseits etwas kleiner war als ich. Man konnte Bernd nicht als dick oder gar fett bezeichnen, was durchaus meiner Erwartungshaltung entsprochen hätte, aber dieser Ansatz zum Bierbauch nahm der rotbeschopften Gestalt dennoch jegliche Attraktivität. Er trug khaki Cargo-Bermudas und darüber ein grün-buntes Hemd im Magnum-Stil; an seinen Füssen befanden sich Trecking-Sandalen ohne Socken. Vor seine rotblonde Bürstenfrisur war eine Sonnenbrille geschoben. Hei Mädels! schäkerte Bernd, als er uns identifizierte, mit übertriebener Lockerheit, um die Blicke mit denen er uns musterte zu überspielen. Hallo, ich bin Ute. sagte Ute. Dann musst du Danja sein! schloss Bernd messerscharf und streckte mir die Hand entgegen. Als wir die Begrüßung abgeschlossen hatten, wir uns Richtung Check-In aufmachen wollten und beim Anblick der beiden großen Samsonite Koffer, die offensichtlich Bernds Gepäck darstellten, meine Gesichtszüge entglitten, sagte Bernd in einem lustvoll erwartungsfrohen Ton: Ich dachte mir, wenn ihr schon die erlaubte Gepäckmenge nicht ausnutzt Man möchte ja immer richtig gekleidet sein. und zog dabei ein breites Grinsen, das darauf abzielte, dass er uns zwangsläufig in einigen Stunden splitterfasernackt, dank Utes beherztem Eingriff ja sogar nackter als Gott uns schuf, was Bernd aber wahrscheinlich noch nicht wusste, betrachten durfte. Beim Check-In, als ich den Ring an seinem ...