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Geliebter Dämon 01: Der fremde Mann
Datum: 17.06.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byPhiroEpsilon
Geliebter Dämon Einleitung Dieser Roman gehört in das Genre "Urban Fantasy", es wird also die Existenz von Magie in unserer modernen Welt postuliert. Das Genre existiert nicht erst seit der "Biss"-Serie von Stephenie Meyer, hat aber durch den Medienhype einen enormen Aufschwung genommen. Jeder Möchtegern-Autor hat in seinem Kielwasser von Vampiren und Werwölfen geschrieben. Genauso oft inzwischen tauchen Dämonen und Engel in diesen Welten auf. "Dämonen" kommen in vielen unterschiedlichen Varianten in der Literatur vor. Die beliebtesten sind aktuell natürlich die Sex-Dämonen, wobei diese nach alter Tradition "Succubus" und "Incubus" genannt werden. "Succubus" โ vom lateinischen "succubare" = darunterliegen โ ist die weibliche Form, übernatürlich schön, begehrenswert und unwiderstehlich. In dieser Form sammelt der Dämon männliches Sperma ein, um es danach in der männlichen Form "Incubus" โ natürlich auch übernatürlich schön, begehrenswert und unwiderstehlich โ an nichtsahnende Frauen weiterzugeben und sich dadurch selbst zu vermehren. Wer hier an "Rosemary's Baby" denkt, liegt ziemlich richtig. Wie immer in meinen Geschichten, stellt mein Roman dieses Klischee in Frage und versucht, eine etwas andere Herangehensweise. 01 Der fremde Mann Freitag Ich hatte ihn vorher schon ein paarmal hier im Dark Nights gesehen. Im Club verkehrten hauptsächlich Stammgäste, und so wurde jeder Neuankömmling mit Interesse gemustert. Es könnte ja schließlich einer ...
... sein, mit dem man eine Nacht verbringen konnte. Ja, das Dark Nights ist eine Single-Bar und ich war Single. Wider Willen. Meinen letzten festen Freund hatte ich im Jahr davor aufs Abstellgleis geschoben, weil ich mit seinen sexuellen Vorlieben überhaupt nicht zurechtkam. Naja, er konnte auch nicht wirklich etwas damit anfangen, dass ich als die einzige Hauptkommissarin im Sittendezernat gelernt hatte, mich gegen meine männlichen Kollegen durchzusetzen, was sich irgendwie auch auf meine Bettgewohnheiten auswirkte. Also warf ich dem Neuen ab und zu Blicke hinüber, während ich mit meinen Freundinnen plauderte. Ein mittelgroßer Mann, kurze โ aber nicht zu kurze โ schwarze Haare und gut gebaut. Er zeigte keine offensichtlichen übertriebenen Muskelpakete, bewegte sich aber mit einer kraftvollen Eleganz, die darauf hindeutete, dass er sicher kein Bürohocker war. Er trug immer Jeans und weiße Hemden, was ihm eine Lässigkeit gab, die andere Kerle hier nur gezwungen zur Schau stellen konnten. Am ersten Abend, an dem er aufgetaucht war, hatten wir natürlich Mutmaßungen ausgetauscht, wer er wohl sein könnte, aber keine von uns wusste etwas Genaueres. Eine Woche später wusste Antonia zu erzählen, dass er offenbar in einem ziemlich großen Haus am Waldrand โ beste Lage โ wohnte. Das brachte ihn in die interessante Gruppe der Besserverdienenden. Und natürlich Singles, sonst wäre er kein zweites Mal hier aufgetaucht. Lutz hieß er angeblich. Dr. Lutz Iffer, wo auch immer ...