1. Geliebter Dämon 01: Der fremde Mann


    Datum: 17.06.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byPhiroEpsilon

    ... unsere Profiler aufgestellt hatten. Der Vergewaltiger bevorzugte jüngere Frauen mit hellen Haaren. Die meisten Opfer waren blond. Außerdem hatte ich überhaupt kein Problem, mich an jede einzelne Sekunde in seiner Gegenwart zu erinnern, während den Opfern mehrere Stunden fehlten.
    
    Hmmm!
    
    "Gut", sagte er. Hatte ich das 'Hmmm' etwa laut gesagt? "Aber du musst mir noch einen Gefallen tun, bevor wir gehen."
    
    Argwöhnisch geworden, runzelte ich die Stirn. "Was für eine Art von Gefallen?"
    
    "Beweis mir, dass du abenteuerlustig bist." Er bückte sich, und hob eine Einkaufstüte vom Boden auf. Eine von der Art, wie sie teure Boutiquen benutzen. "Zieh das hier an. Nur das, was in der Tüte ist. Sonst nichts."
    
    Da konnte nicht viel drin sein. Ich versuchte hineinzulinsen.
    
    "Nicht hier. Such dir eine stille Ecke dafür."
    
    Nun war das hier ja ein Nachtclub. Eine stille Ecke zu finden war da schon eine Herausforderung. Schließlich landete ich in der Damentoilette. Ich warf einen Blick in den Spiegel. Die Frau, die mir da entgegensah sollte sich in ein Abenteuer mit einem wildfremden Mann stürzen?
    
    Auf den ersten Blick sah ich aus wie immer. Meine langen, schwarzen Haare sorgfältig zu einem Pferdeschwanz gebunden. Eine graue Bluse, zwei Knöpfe offen, aber ganz sicher kein Stück Busen zu sehen. Schwarze, enganliegende Jeans und flache Schuhe.
    
    Gä
    
    hn!
    
    Aber dann fiel mein Blick in mein Gesicht. Mein eigentlich durchschnittliches Gesicht. Meine Augen strahlten, und meine ...
    ... Wangen waren noch vom besten Orgasmus gerötet, den ich je erlebt hatte.
    
    Ich
    
    wollte
    
    mit diesem Mann Sex haben. Und wenn die Bedingung dafür war ... Ich schüttete den Inhalt der Tüte auf den Tisch neben dem Waschbecken. Das war ja nicht viel. Farblose, fast durchsichtige Ballerinas und ein ... war das ein Kleid oder ein Schal? Es schien aus
    
    sehr
    
    wenig Stoff zu bestehen. Äh übrigens — ich durchsuchte noch einmal die leere Tüte —keine Unterwäsche. O-kay.
    
    Ich suchte mir die größte Kabine aus und begann, mich umzuziehen. Natürlich wollte ich zuerst meine Unterwäsche anbehalten, doch das Kleid — eigentlich nur ein knapp meterlanger Schlauch — hatte das Bestreben, auf meinem BH Falten zu schlagen und ständig herunterzurutschen. Zähneknirschend zog ich ihn aus.
    
    Der Stoff — scheinbar irgendein Hightech-Produkt — so dünn er auch aussah, war doch steif genug, meine Brustwarzen abzudecken. Trotz deren derzeitiger Erregtheit.
    
    Ich packte meine Sachen in die Tüte, verließ die Kabine und stellte mich vor den großen Spiegel. Jepp, oben herum sah es wirklich nicht schlecht aus. Der Stoff hatte sich so zusammengezogen, dass er meinen B-Körbchen-Brüsten tatsächlich genug Halt und Form gab.
    
    Auch um meine Körpermitte herum gab es nichts zu mäkeln. Das Kleid schmiegte sich an meinen Bauch und meine Hüften, und ließ mich schlanker erscheinen als ich war, ohne mich einzuschnüren.
    
    Doch dann fiel mein Blick weiter nach unten.
    
    Mist!
    
    Wenn ich geahnt hätte, was auf mich ...
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