1. Geliebter Dämon 01: Der fremde Mann


    Datum: 17.06.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byPhiroEpsilon

    ... zukommt, dann hätte ich einen Tanga unter meine Jeans gezogen. So aber hatte das Kleid jede Gelegenheit über meinem Slip hässliche Falten zu schlagen. Dieser schreckliche Mann hatte das wohl geahnt. Der Slip konnte nicht bleiben. Und ich hatte keinen Ersatz dafür. Ich holte tief Luft. Sollte ich? Sollte ich nicht?
    
    Es war als ob auf meiner linken Schulter ein Teufelchen saß, und mir zuflüsterte "Tu's, tu's, Du willst es doch."
    
    Und Engelchen auf der rechten Schulter zischte: "Eine ordentliche Frau läuft nicht ohne Höschen herum. No way!"
    
    "Das bleibt sowieso nicht lange an", gab Teufelchen zurück. "Ein Drink, dann zu ihm nach Hause. Spätestens dann ..."
    
    "Du solltest wirklich nachdenken, ob dir das wert ist. Willst du zu einer Schlampe werden?"
    
    "Nein", sagte der Teufel. "Du 'wirst' keine Schlampe. Das ist deine Natur. Du bist so geboren."
    
    Was zur ...?
    
    "Halt den Mund", meinte der Engel. "Sie ist noch nicht so weit."
    
    Huh??? Wie bitte?
    
    Diskutierten die beiden Konstrukte meiner Phantasie plötzlich über mich? Gott, ich musste doch zu viel Alkohol intus haben.
    
    Mit einem tiefen Atemzug traf ich eine Entscheidung. Ich wollte diesen Mann. Also zog ich den Slip aus.
    
    Gut. Das Kleid umschmeichelte meine Hüften und endete gottseidank
    
    unterhalb
    
    meiner Scham. Wenn auch nur knapp. Ich musste nur vorsichtig laufen, und vermeiden mich da hinzusetzen, wo mich jemand von vorne sehen konnte. Ich drehte mich um und blickte über meine Schulter in den Spiegel. Ach ...
    ... du große Scheiße! Gefühlt die Hälfte meiner Arschbacken war zu sehen. Ich war ja stolz auf meinen Hintern, aber so luftig wollte ich ihn nun wirklich nicht präsentieren.
    
    Mit zwei Händen strich ich über meine Backen nach unten. Das musste doch ... Wenigstens ein kleines Bisschen ... Bitte!
    
    Und plötzlich folgte der Stoff meinen Bitten. Er dehnte sich, nein er wuchs nach unten, bis mein Hintern ganz bedeckt war.
    
    Was um Himmels Willen war das schon wieder? Reagierte das Zeug auf meine Körperwärme oder die Berührung? Auf jeden Fall war ich nun etwas besser bedeckt.
    
    Ich blickte mich im Spiegel an. Der Stoff war farblos, fast durchsichtig. Nett, aaaber ... so schlicht. In Rot oder Blau würde ich auf jeden Fall besser aussehen. Ein Farbverlauf von ganz blassblau über meinen Brüsten bis dunkelblau am Rocksaum.
    
    Kaum hatte ich zu Ende gedacht, folgte das Kleid meinen Wünschen, färbte sich genauso, wie ich gedacht hatte.
    
    Huh?
    
    Das war nun mit Körperwärme oder Handbewegungen nicht mehr zu erklären. Ein Kleid, das Gedanken lesen konnte? Hightech oder Magie? Naja, es gibt ja den alten Spruch, dass die beiden sich manchmal nicht unterscheiden lassen. Aber jetzt mal ernsthaft: Magie? Wirklich? Im einundzwanzigsten Jahrhundert? Also blieb ich vorerst einmal bei der ersten Möglichkeit; bioelektrische Sensoren vielleicht. Lutz hatte wohl Verbindungen zu einem Unternehmen, das ganz vorne bei der Forschung war. Aber das sollte mir egal sein. Jetzt waren die Schuhe dran.
    
    Ich ...
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