1. Immer mit dem Wind


    Datum: 26.06.2021, Kategorien: 1 auf 1, Autor: Kastor Aldebaran

    ... niemand mehr zu sehen. Also schloss ich vollkommen befriedigt wieder meine Augen und schlief wieder ein.
    
    Erst spät wachte ich wieder auf und wurde in mein Zimmer geleitet. Dort angekommen ließ ich mich auf das Bett fallen und schlief weiter bis zum nächsten Morgen.
    
    Frisch und ausgeruht erwachte ich und es dauerte nicht lange bis ich zu einem ausgiebigen Frühstück abgeholt wurde. Es gab alles was ich mochte, besonders einen wohlschmeckenden, tiefschwarzen Kaffee, der meinen Körper erst richtig wach machte. Richard schien es ebenfalls so zu gehen, denn er speiste ausgiebig und reckte sich dann immer wieder um den Schlaf aus den Knochen zu vertreiben.
    
    Irgendwann frage ich dann Hassan, ob er etwas von unserem Schiff gehört hatte. Er meinte nur, dass wir uns darüber keine Sorgen machen sollten, es würde ohne uns nicht weiter fahren. Dafür hätte sein Vater schon gesorgt.
    
    Was immer das auch zu bedeuten hatte wusste ich nicht, aber es klang sehr positiv. Daraufhin bot sich Hassan an uns ein wenig die Stadt zu zeigen, da er im Moment nicht sehr viel zu tun hätte. Wobei ich mich wirklich frage, ob er überhaupt so etwas wie arbeiten kannte, aber ich wollte ihn nicht verärgern und so fragte ich nicht danach. Mir war es auch vollkommen egal. Es gingen mir und Richard besser als jemals im Leben, warum sollten wir es zerstören.
    
    So fuhren wir dann mit einer Kusche in die Stadtmitte und Hassan zeigte uns alles möglich was uns für uns von Interesse sein könnte. Und es war ...
    ... beeindruckend. Die Architektur der Gebäude war für mich einmalig und ich staunte immer wieder über alles was ich sah.
    
    Dann fuhren wir ans Wasser und Hassan zeigte uns die Stelle an der einmal der Leuchtturm gestanden haben sollte. Mir lief ein Schauer über den Rücken, denn obwohl man eigentlich gar nichts sehen konnte, kannte ich doch die Geschichte über den Leuchtturm, eines der sieben Weltwunder der Antike. Genauso erging es mir, als er mir erzählte, dass unser Schiff wohl über den ehemaligen Palast der Cleopatra gefahren wäre, der jetzt versunken im Hafen liegen würde. Ich wollte es ihm zuerst nicht glauben, aber als er erzählte, dass er vor vielen Jahren dort getaucht habe und dann in der Tiefe Statuen gesehen haben glaubte, da war ich mir nicht mehr so sicher.
    
    Irgendwann fuhren wir dann zurück zum Anwesen und wir aßen zu Abend. Es gab viel kaltes Fleisch und nicht zu vergessen die überaus süßen Naschwerke. Hinterher saßen wir zusammen und ein Bediensteter goss uns immer wieder heißen, zuckersüßen schwarzen Tee ein. Dabei Erzählten Richard und ich Hassan, was wir auf unseren Fahrten so alles erlebt hatten und so vergingen die Stunden. Er hörte uns aufmerksam zu, stellte ab und zu einmal eine Frage, aber im Großen und Ganzen hörte er nur zu. Dabei sah er verträumt in die Gegend. Wir wunderten uns ein wenig darüber, aber bekamen schnell die Erklärung, denn es war ihm versagt auf Reise zu gehen. Er war das einzige Kind seines Vaters, also zugleich auch der einzige Erbe und ...
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