-
Immer mit dem Wind
Datum: 26.06.2021, Kategorien: 1 auf 1, Autor: Kastor Aldebaran
... als solcher wurde er sehr behütet. Eine Reise und dazu eine eventuell gefährliche, würde schon gar nicht infrage kommen. So konnte ich ihn und seinen Lebenswandel recht gut verstehen. Auf der einen Seite reich bis an die Fußspitzen, aber zugleich ein gefangener des Willens seines Vaters. Somit erklärte sich auch, dass er solch gewaltige Freiheiten hatte und tat was ihm Spaß machte solange es unter einer gewissen Aufsicht war. Solange er im Haus war, war alles in Ordnung. Nach draußen ging er nie alleine. Mit uns beiden war es kein Problem gewesen, schließlich hatten wir unsere Loyalität schon bewiesen. Nur ohne uns bekam er jetzt immer zwei Wächter dazu. Eine Panne wie die Letzte sollte nicht mehr passieren, dafür hatte sein Vater jetzt gesorgt. Teil 3 So verging der Tag ohne besondere Vorkommnisse und es war mir auch recht gewesen, immerhin hatte ich den Tag zuvor schon recht viel Spaß gehabt und ich musste mit meinen Kräften Haus halten. Als es dunkel wurde, ging ich auf mein Zimmer und legte mich zum schlafen. Auch wenn das Fenster auf stand, war es recht warm und ich lag oben auf der Bettdecke, dazu hatte ich so viel an wie ich an hatte als ich geboren wurde. Nichts! Es war einfach angenehmer den leichten Lufthauch auf der Haut zu spüren, wenn er sanft darüber strich und etwas Kühlung brachte. Es linderte die größte Hitze und so war an Schlafen zu denken. Sonst wäre es viel zu warm gewesen. Ich lag also auf dem Bett und starrte an die Decke, konnte ...
... aber trotzdem nicht schlafen, zu viele Eindrücke waren in letzter Zeit auf mich eingeprasselt und so stand ich auf, ging zum offenen, bis zum Boden reichenden Fenster und schob den leichten Vorhang davor beiseite. So stand ich vollkommen nackt da und schaute zum Himmel empor. Das Himmelszelt war schwarz, kein Licht störte die Aussicht und so konnte ich mehr Sterne sehen als sonst. Nur auf See war die Luft noch reiner und man sah noch mehr, allerdings hatte man dann selten ein Auge dafür. Dann ging ganz langsam am Horizont der Mond auf und ich dachte darüber nach, dass es derselbe Mond war, den ich auch von zuhause aus sah. Obwohl das vollkommen klar war, fröstelte es mich bei dem Gedanken und ich frage mich, ob vielleicht der eine oder andere, den ich kannte gerade in Deutschland genauso wie ich das Himmelsgestirn anschaute. So stand ich noch eine ganze Weile dort und wartete bis er vollkommen aufgegangen war. Da Vollmond war, stand er jetzt groß und strahlend da und tauche die ganze Umgebung in ein fahles, silbriges Licht welches sogar durch die Fenster in meinem Zimmer schien. Nur darum konnte ich etwas Längliches auf meinem Bett erkennen, welches vorher nicht da gewesen war. Ich sah genauer hin und erkannte einen schmalen Körper, der dort seitlich ausgestreckt lag und nur leicht die Beine angewinkelt hatte. Nur langsam kam ich näher und der Körper schälte sich im Mondlicht immer mehr aus der Dunkelheit. Ein weiblicher Körper, schmal und relativ klein wurde immer ...