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Immer mit dem Wind
Datum: 26.06.2021, Kategorien: 1 auf 1, Autor: Kastor Aldebaran
... sich neugierig um uns und schauten uns an, als wenn sie sowas wie uns noch nie gesehen hatten. Dann wurden wir weiter bis ins Zentrum des Dorfes gebracht und hier standen wir von vielleicht zweihundert dunkelhäutigen Menschen umringt da und zumindest Richard und ich hatten keine Ahnung was wir tun sollten. Klappe halten und unauffällig sein war angesagt, obwohl das mit dem unauffällig sein hier nicht wirklich weiter half. Aber es dauerte dann nur noch zwei Minuten, und es änderte sich alles. Es bildete sich eine Gasse und ich traute meinen Augen nicht. Ein Europäer kam auf uns zu. Zumindest was die Hautfarbe und die Statue anging, war es einer. Nur seine Bekleidung hatte sich mit der Zeit eher an die der Eingeborenen angepasst. Er kam auf uns zu und begrüßte uns zu unserer Überraschung in einem glasklaren Englisch. Zumindest Richard und ich waren vollkommen überrascht, was allerdings den Alten anging, so war ich mir nicht so sicher. Er zuckte mit keinem Muskel und begrüßte den anderen, als wenn es das natürlichste von der Welt war. Sie schüttelten sich die Hände und der andere wies uns den Weg zu einem der größeren Lehmbauten. Wie sich herausstellte hieß er John. Zumindest für uns hieß er so, denn ob es stimmte war eine ganz andere Sache, was allerdings vollkommen egal war. Ob John, Jack oder Jim, Namen sind hier mehr Schall und Rauch als anderswo. Wir gingen durch einen niedrigen Eingang in die Lehmhütte und ich war erstaunt darüber, wie kühl es darin war. Dann ...
... setzten wir uns auf ein paar weich aussehende Pflanzenmatten. Erst jetzt begann der offizielle Teil der Begrüßung, denn mehrere Frauen kamen herein und brachten Schüsseln und Schalen voller Früchte und herrlich schmeckendes, kühles Wasser. Allerdings muss ich wirklich und ehrlich sagen, einen Moment lang waren mir die Köstlichkeiten vollkommen egal, denn die Frauen die hier ihren Dienst versahen, waren für meine Augen eine wirkliche Augenweide. Genauso spärlich gekleidet wie die Männer waren sie nur um die Hüfte mit einem Röckchen aus Pflanzenfasern bekleidet. Was allerdings dann besonders auffiel waren ihre kegelförmigen, festen und spitzen Brüste welche ich in dieser Form noch nicht gesehen hatte. Außerdem waren ihre Hintern praller als ich es gewohnt war. Wohl geformt standen sie weiter heraus als bei den europäischen Frauen und wirkten rund, fest und wohlgeformt. Dazu kam ihre fast schwarze Haut die nur an den Handflächen, den Fußsohlen, den Augen und wenn sie lächelten den Zähnen unterbrochen wurde. Befremdlich kamen mir nur die wulstigen Lippen und das kurze Haar vor. Vor allem war ich es einfach nicht gewohnt, dass Frauen so kurzes Haar hatten. Es kräuselte sich in kleinen lustigen Löckchen auf dem Kopf, oder war, wenn es etwas länger war in kleine Zöpfchen geflochten. Faszinierend war auch die Tatsache, dass sie anscheinend ihre Haut mit einer Art Fett oder Öl einrieben. Leider roch es nicht so gut wie dass in Alexandria, eher das Gegenteil war der Fall. Es kam ...