-
Liebe, Sex und Alkohol
Datum: 09.07.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Weltensegler
... großes Messer. Beinahe hätte man mich da schon erwischt. Deshalb bin ich sofort zum nächsten Supermarkt gefahren. Natürlich schwarz. Ich also rein in den großen Supermarkt. Immer schön an den Regalen lang, damit keiner mein Gesicht sehen konnte. Da, wurde gerade eine Kasse frei. Ich die Mütze runter, das Messer raus und schon stand ich vor der Kassiererin. Los alles Geld her. Sofort, sonst steche ich zu. Die Kassiererin machte die Kasse auf und holte die Scheine heraus. Verdammt, wohin damit, du hast ja einen Beutel vergessen, sagte ich mir. Also schnell so viel in die Taschen gesteckt wie ich in der Eile schaffen konnte. Dann bloß raus hier. Es kamen ja schon die ersten Leute auf mich zu, wohl um mich an der Flucht zu hinder. Vor der Tür stieß ich auch noch mit einer Kundin zusammen. Sorry rief ich und wollte weiter rennen. Nein, schrie die Frau da, Sam, das kann doch nicht war sein. Was machst du denn da? Ich schaute sie an und erschrak fast zu Tode. Es war Anni, meine erste und einzige große Liebe. Sie rief mir noch zu, komm schnell Sam, in mein Auto und nichts wie weg. Nein, rief ich, nicht mit dir und schon lief ich über den Parkplatz in die nächste Straße und verschwand gleich im ersten Eingang. Da es auch einen Hintereingang gab, war es nicht schwer zu verschwinden. Die Mütze hatte ich schon lange in der Hand. Ab in meine Wohnung und Geld zählen, war alles was ich denken konnte. Es war weniger als ich gehofft hatte. Nur 1500,-- €. Mit mindestens 5000 hatte ich ...
... gerechnet. Kaum hatte ich mich etwas beruhigt, kam mir Anni in den Sinn. Ich sackte auf einen Stuhl, legte den Kopf auf den Tisch und fing fürchterlich an zu weinen. Oh, Samuel, was hast du nur gemacht. Erst verspielst du deine große Liebe, dann fängst du an zu saufen und dann auch noch ein Überfall, an dem ich Anni beinahe noch beteiligt hätte. Nie wieder wirst du saufen, such dir eine Arbeit, dann wird alles wieder gut. So versuchte ich mich zu beruhigen. Vorsätze sind anscheinend da, um gebrochen zu werden. Ich konnte das Zittern meiner Hände nicht mehr ertragen. Schnaps muss her und das sofort. Obwohl ich mich vor lauter Schwäche kaum auf den Beinen halten konnte, schaffte ich es bis zum nächsten Kiosk. Der Verkäufer flaumte mich gleich an: Hau ab, auf Pump gibt es nichts mehr. Hier hast du Geld für meine Schulden, nun gib mir endlich einen Flachmann, stammelte ich. Wenn auch nicht sehr viel Schnaps in dem Flachmann war, reichte es, um mich erst einmal zu beruhigen. Im nächsten Supermarkt holte ich mir dann gleich zwei große Flaschen Schnaps. Bis zur Kasse war ja noch alles in Ordnung. Ich konnte auch noch in Ruhe bezahlen, doch dann wurde ich wohl als Dieb erkannt. Zweimal hatte ich hier ja schon Schnaps geklaut. Nun die Beine in die Hand nehmen und wegrennen, was anderes blieb mir ja nicht. Was passierte mir, ich stolperte. Um nicht zu fallen, ruderte ich mit meinen Armen, die Schnapsflaschen in der Hand, Ich bin auch nicht gefallen, nur die beiden Flaschen ...